Marketing-Knowhow aus Theorie und Praxis

Die frischgebackene Medien- und Wirtschaftspsychologie-Absolventin Hannah Löhr ist von ihrem Praktikumsbetrieb, der Social-Media-Agentur THE WANTS SOCIAL, übernommen worden. Im Interview erzählt sie von den Gründen ihrer Studienwahl und den Vorteilen eines praxisorientierten Studiums.

Hannah Löhr hat an der HMKW den Bachelor-Studiengang Medien- und Wirtschaftspsychologie absolviert. Foto: privat

Hannah Löhr hat an der HMKW den Bachelor-Studiengang Medien- und Wirtschaftspsychologie absolviert. Foto: privat

Hannah Löhr hatte sich für das Studium des B.A. (nun B.Sc.) Medien- und Wirtschaftspsychologie an der Media University Köln entschieden. Zwischen Studienabschluss und Berufseinstieg verging kein Monat: Ihr Praktikumsbetrieb aus dem Studium, der auch Kooperationspartner bei ihrer Abschlussarbeit war, hatte ihr schon vor Graduierung ein Übernahmeangebot gemacht.

 

Liebe Frau Löhr – zunächst herzlichen Glückwunsch zu Ihrem kürzlich erreichten Studienabschluss! Werfen wir erst einmal einen Blick zurück: Warum haben Sie sich damals für den Medien- und Wirtschaftspsychologie-Studiengang entschieden?

Vor Beginn meines Studiums wollte ich unbedingt im Marketing tätig sein. Andererseits hatte ich gleichermaßen Freude an Themen, die sich mit der Psyche und dem menschlichen Verhalten auseinandersetzten. Auf der Suche nach entsprechenden Studiengängen passten die Inhalte des Studiengangs Medien- und Wirtschaftspsychologie der Media University dementsprechend sehr gut. Diese Kombination fand ich darüber hinaus übrigens an keiner anderen Hochschule. In einer Infoveranstaltung vor Ort hinterließ die Media University einen kompetenten, praxisorientierten und zugleich nahbaren Eindruck bei mir. An diesem Tag fand ich besonders die Idee des Career Day, der einmal im Jahr stattfindet*, sehr ansprechend: mehrere Unternehmen treffen an der Media University zusammen und stellen sich und ihre Arbeit den Studentinnen und Studenten vor. Ganz nah dran, kannst du als Studentin mit den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in den Austausch kommen und darüber hinaus deine eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten vorstellen.

„Die Fächerkombination aus Medien- und Wirtschaftspsychologie passte genau zu meinen Vorstellungen und habe ich so an keiner anderen Hochschule gefunden.“

 

Wo und in welcher Position haben Sie während des Studiums das Praktikum absolviert? Inwiefern haben Sie Studieninhalte darin wiedergefunden oder anwenden können?

Mein Praktikum absolvierte ich bei THE WANTS SOCIAL. Ich lernte die unterschiedlichen Bereiche der Agentur (Social Media Marketing, Produktfotografie, Kundenservice, …) kennen und durfte mich in alles einarbeiten, was mir so einen sehr guten Einblick in die Arbeit des Unternehmens ermöglichte. Eine breit angelegte Ausbildung in der Praxisphase halte ich für sehr wichtig, um erste Weichen für den Start ins Berufsleben zu stellen. Denn vor allem die eigenen praktischen Erfahrungen helfen bei der Entscheidung, wie ich in mein Berufsleben starten möchte.

Da wir während des Studiums häufig analytisch gearbeitet haben, konnte ich mein Wissen gut ins Reporting des Unternehmens einbringen. Des Weiteren kamen mir Module wie „Online Marketing“ oder auch alle psychologischen Module zugute, wenn es darum ging, Werbung und Werbeinhalte zu kreieren und zu platzieren.

„Die Verbindung von Theorie und Praxis zeigte mir, welchen Berufsweg ich einschlagen möchte. In der Praxisphase ist eine breit angelegte Ausbildung besonders wichtig.“

 

Welchen Berufswunsch haben Sie im Laufe des Studiums entwickelt und weshalb?

Ich wollte nach meinem Abschluss vorrangig gerne im Bereich des Online-Marketings arbeiten. Dieser Wunsch hat sich während meines gesamten Studiums und besonders während meiner Praktika und Abschlussthesen immer mehr gefestigt. Insbesondere während meiner praktischen Arbeit im Online-Marketing konnte ich mein theoretisches Wissen in Projekte einfließen lassen. Dazu zählten unter anderem die Organisation von Shootings sowie die kreative Weiterentwicklung der Online-Auftritte von den von mir betreuten Kunden. Die Verbindung von Theorie und Praxis zeigte mir, welchen Berufsweg/Karriereweg ich einschlagen möchte.

 

Nun, da Sie Ihr Studium erfolgreich beendet haben, steht welcher nächste berufliche oder Weiterbildungsschritt an?

Ich habe im März eine Teilzeitstelle als Online & Content Managerin bei THE WANTS SOCIAL begonnen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe und weiterhin mit meinem Team zusammenarbeiten kann. Als Werksstudentin habe ich bereits viel Vertrauen durch meine Vorgesetzten bekommen, sodass ich dort gerne bleiben wollte. Ich werde gefördert und darf meine Fähigkeiten und Kompetenzen in Fortbildungen und Workshops weiter ausbauen.
 

 

„Studierenden empfehle ich für die Abschlussarbeit die Wahl eines Themas, das sie interessiert und zugleich einen Bezug zum aktuellen beziehungsweise Traumjob hat.“

 

Haben Sie Tipps für die Media University-Studierenden hinsichtlich der Abschlussarbeit und/oder des Bewerbungsprozesses für den Berufseinstieg?

Grundsätzlich würde ich jedem raten, bereits während des Studiums unterschiedliche Richtungen auszuprobieren, um so viel Berufserfahrung wie möglich zu sammeln und dabei erste wichtige Kontakte zu knüpfen. Bestenfalls natürlich bereits in dem Bereich, in welchem man später auch arbeiten möchten. Das verbessert die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich und gar nicht so selten ergibt sich die erste Anstellung für Berufseinsteiger direkt aus dem Praktikum, einer Stelle als Werkstudent, einer Kooperation im Rahmen der Abschlussarbeit o.a. So habe auch ich während meines Studiums bei THE WANTS SOCIAL erst als Werksstudentin, im Anschluss als Praktikantin und aktuell als Teilzeitangestellte gearbeitet. Auch für meine Abschlussarbeit konnte ich viele wertvolle Erfahrungen im Unternehmen sammeln, die Arbeit selbst wiederum bot für THE WANTS SOCIAL neue Einblicke in die Werbegestaltung, da ich diese in Kooperation mit der Agentur verfasst habe. Daher empfehle ich für die Abschlussarbeit ein Thema zu wählen, das Euch interessiert und zugleich einen Bezug zu Eurem derzeitigen Job bzw. Eurem Berufsziel hat. Das kommt einem für die Zukunft immer zugute und kann einen nochmal mehr motivieren.       

„Studierende und Dozierende haben gemeinsam dafür gesorgt, dass wir tatsächlich das Beste aus der neuen Situation mit dem Online-Semester gemacht haben.“

 

Wie war es, das letzte Studienjahr und den -abschluss während der Corona-Pandemie zu erleben?

Natürlich war ich anfangs etwas traurig, dass das letzte Semester online stattfinden wird, und hatte auch Bedenken, ob ein Online-Semester überhaupt so funktionieren kann. Für uns alle war es eine neue Situation, aber ich habe schnell feststellen können, dass unsere Dozenten sich wirklich viel Mühe gegeben haben, um für uns Studenten*innen das Beste aus der Situation zu machen, und passten ihre Vorlesungen entsprechend an. Nach meinem Empfinden haben alle gemeinsam dafür gesorgt, dass wir tatsächlich das Maximale aus der Situation herausholen konnten. Bei dem Modul Coaching, welches eher zu den praktischen Studienfächern gehört, ermöglichte die Hochschule eine Face-to-Face-Vorlesung. Das Hygiene-Konzept hat an diesen Tagen auch super funktioniert. Die Face-to-Face-Vorlesung war dann nochmal ein schöner Abschluss, gerade im letzten Semester, um, auch wenn nur auf Abstand, nochmal alle wiederzusehen.

 

Liebe Frau Löhr, vielen Dank für die Einblicke in Ihren Werdegang und hilfreichen Tipps!

 

*Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Career Day beziehungsweise Karrieretag in 2020 ausgefallen. Ob er in 2021 stattfinden kann, ist noch offen.