Mit Leidenschaft und Herzblut dabei: Duales Medien- und Eventmanagement-Studium

Sandra Balke studiert an der HMKW Berlin Medien- und Eventmagament in der dualen Variante. Im Interview hat sie mit uns über ihr bisheriges Studium, ihre Erfahrungen während ihres Praktikums bei der Eventfirma Semmel Concerts sowie die Zukunft nach dem Studium gesprochen.

Warum haben Sie sich für den Studiengang "B.A. Medien- und Eventmanagement dual" entschieden? Und warum haben Sie sich für die HMKW Berlin entschieden?

Ich habe mein Studium an der HMKW erst mit 23 Jahren gestartet, da ich vorher Soziologie und Politikwissenschaft in Dresden studiert habe und das auch abschließen wollte, bevor ich noch einmal etwas anderes beginne. Im Rahmen meines vorherigen Studiums habe ich ein Praktikum bei einem großen lokalen Event in Dresden gemacht und dabei gemerkt, dass die organisatorischen Tätigkeiten bei der Planung und die Aufgaben vor Ort auf einem Event das sind, was mir liegt, Spaß macht und was ich später machen möchte.

In meiner Freizeit gehe ich gerne auf Konzerte und Festivals, und Musik läuft bei mir eigentlich immer und überall. Also habe ich beschlossen, nochmal etwas „Neues“ anzufangen und was mit Musik und Konzerten zu machen. Da hat der Studiengang Medien- und Eventmanagement einfach perfekt reingepasst. In Berlin bin ich geboren und aufgewachsen, also war’s auch klar für mich, dass es wieder zurück in die Hauptstadt geht.

Welche Vorteile eines dualen Studiums sehen Sie gegenüber einem Studium in der klassischen Form?

Als ich das Studienangebot an der HMKW entdeckt habe, hat mich die Möglichkeit, den Studiengang auch dual studieren zu können, direkt angesprochen. Zum einen ist die Veranstaltungsbranche sehr praktisch ausgerichtet, sodass eine Ausbildung als Veranstaltungskauffrau hier nützliche Praxiserfahrung bringt. Zum anderen war es eine Win-Win-Situation, neben den vertieften praktischen Einblicken, die man im Rahmen der IHK Ausbildung erhält, mit nur einem Jahr Studium mehr am Ende zwei Abschlüsse in der Tasche zu haben. Ich würde mich immer wieder für die duale Studiengangsvariante entscheiden.

Im Rahmen Ihres Studiums stand das Praktikum an. Wie verlief die Bewerbungsphase?

Mit einem guten halben Jahr Vorlauf für den Praktikumsstart im September habe ich im Frühjahr 2019 angefangen Bewerbungen rauszuschicken. Ich habe mich nur innerhalb Berlins und bei Eventagenturen oder Veranstaltern beworben, da ich unbedingt etwas im Konzertbereich machen wollte. Bei Semmel Concerts habe ich mich initiativ beworben und dann Mitte Juni die Zusage bekommen.

Sie haben Ihr Praktikum schließlich in der Eventfirma Semmel Concerts absolviert. Erzählen Sie uns mehr davon: Wie hat es Ihnen dort gefallen und welche Aufgaben haben Ihnen besonders Spaß gemacht?

Semmel Concerts veranstaltet einerseits Konzerte als örtlicher und anderseits als Tour-Veranstalter. Ich war und bin heute noch als Werkstudentin im Bereich Tour tätig und hatte ein wunderbares Praktikum - genauso, wie man es sich wünscht. Ich wurde von Beginn an aktiv mit eingebunden, habe einen Einblick in alle Abläufe bekommen, konnte mich mit einbringen und dann auch gleich ab November 2019 mit auf die Konzerte fahren. Es ist ein tolles Gefühl, dann vor Ort direkt das Ergebnis der Arbeit sehen zu können und die Stimmung zu erleben, die jedes Konzert doch auch immer wieder einzigartig macht.

Ich bin in ein tolles Team gekommen und habe unglaublich viel lernen können und auch die Chance bekommen, kleine Bereiche selbständig zu bearbeiten. Besonders viel Freude bereitet mir natürlich die Arbeit auf einem Konzert vor Ort, die Künstler*innen-Betreuung oder Kommunikation mit den Besucher*innen, aber auch die Vorbereitung einer Tour ist vielfältig und spannend. Hier macht mir besonders die Routingerstellung der verschiedenen relevanten Tourstädte Spaß.

Welche Modulinhalte aus dem Studium konnten Sie praktisch einbringen?

Es war spannend, die theoretischen Konzepte über Veranstaltungsplanung dann einmal in der praktischen Umsetzung zu erleben. Die Kenntnisse aus Wirtschaftswissenschaften sind natürlich grundlegend für alles relevant, aber auch Organisationsmodelle und Grundlagen des Projektmanagements konnte ich anwenden. Auch der Einblick in Veranstaltungstechnik war hilfreich.

Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie auf den weiteren Verlauf Ihres Praktikums?

Ursprünglich wollte ich zwei jeweils halbjährige Praktika machen: eins bei Semmel Concerts und eins im Bundespräsidialamt. Genau nach dem ersten halben Jahr traf uns alle die Corona-Pandemie, wodurch es nicht möglich war, mein zweites Praktikum anzufangen. Ich konnte dann aber mein restliches Praktikum weiterhin bei Semmel Concerts machen, worüber ich mich unheimlich gefreut habe. Rückblickend denke ich, dass es vielleicht einfach auch so kommen sollte, da es einfach das ist, was ich machen möchte.

Natürlich war das zweite halbe Jahr dann auch nicht mit dem ersten vergleichbar, da gerade die Veranstaltungsbranche ja total zum Erliegen gekommen ist und wir von jetzt auf gleich damit konfrontiert waren, nichts mehr veranstalten zu dürfen. So standen dann viel Kund*innen-Kommunikation und Verlegungen der für 2020 geplanten Konzerte auf der Tagesordnung. Im Spätsommer 2020 konnten wir dann aber trotz Pandemie nochmal bei der „Back to Live“-Reihe Konzertluft schnuppern. Hierbei ein Teil der Organisation gewesen zu sein war super spannend, da es natürlich etwas ganz Besonderes war, Konzerte unter den gegebenen Bedingungen zu organisieren.

 

Kurzes Fazit: Könnten Sie sich vorstellen, in diesem Bereich/in diesem Unternehmen später beruflich tätig zu sein? Inwieweit hat Sie das Praktikum beim Thema Berufswunsch bereits weitergebracht?

Hier kann ich ganz klar mit JA antworten. Ich habe das Studium mit dem Wunsch begonnen, im Musik- und Konzertbereich zu arbeiten und genau das hat sich durch mein Praktikum zu 100% bestätigt.

Würden Sie Ihren Mitstudierenden ein Praktikum bei diesem Unternehmen empfehlen?

Ein Praktikum bei Semmel Concerts kann ich allen ans Herz legen, die sich einen Einblick in die Arbeitsweisen und Aufgaben eines großen Konzertveranstalters wünschen, wer Konzerte in tollen Venues wie der Waldbühne oder der Mercedes-Benz Arena oder auch national und im deutschsprachigen Ausland hautnah miterleben möchte, eindrucksvolle Produktionen spannend findet und gerne mit vollem Einsatz dabei ist.

Welche Chancen für Ihr künftiges berufliches Umfeld sehen Sie trotz der Krise?

Durch die Corona-Pandemie wurde von jetzt auf gleich alles in der Branche stillgelegt. Dadurch ist vielen, glaube ich, erst einmal die Bedeutung der Unterhaltungskultur für jede*n Einzelne*n, aber auch die Gesellschaft an sich bewusst geworden – wie sehr wir diese als Alltagsausgleich brauchen und lieben. Ich kann es kaum erwarten, bis alles wieder losgeht und gerade spätestens 2022 wird ein spannendes, ereignisreiches und arbeitsreiches Jahr, auf das ich mich schon sehr freue.

Wir freuen uns auch schon! Weiterhin viel Erfolg und alles Gute für Sie.