DesignerInnen über die Schulter schauen: Erste virtuelle Designkonferenz an der HMKW

Werkstattgespräche digital: Am Montag, den 08.06. fand erstmals an der HMKW via Zoom eine Designkonferenz statt. Vier internationale AusnahmedesignerInnen aus Paris, Barcelona und San Francisco sprachen über ihre Arbeit, stellten aktuelle Projekte vor sowie gaben den Studierenden hilfreiche Tipps für den Einstieg in die Designbranche mit auf den Weg.

Die in Paris ansässige Kreativagentur Ahonen & Lamberg konzentriert sich auf Art Direction, kreative Beratung und Grafikdesign und deckt damit ein breites Spektrum an Bereichen und eine ebenso umfangreiche Kundenliste ab, die von multinationalen Unternehmen, Zeitschriften oder Luxusmarken bis hin zu aufstrebenden Künstlern und Modedesignern reicht. Die Designerinnen Anna Ahonen and Katariina Lamberg (Link zum Instagram-Account) sprachen über besonders herausfordernde Projekte sowie verrieten Details über ihre Arbeitsweise, die unter anderem die handwerkliche Arbeit mit Papier, Stift, Schere und Farbe beinhaltet.

Im Anschluss gewährte der vielfach ausgezeichnete Designer und Künstler David Torrents Einblicke in seine Arbeiten. Obwohl man Torrents leicht als Stil-Agnostiker bezeichnen könnte, ist seine Arbeit in dem Sinne konsistent, dass sie immer einen Hauch von Verspieltheit und Freude vermittelt. Er setzt seine kühnen Ideen hauptsächlich in Drucksachen, Branding und Rauminstallationen um und zeigte anhand einer Präsentation, wie er seine Designs Schritt für Schritt entwickelt und sogar zum Teil einzelne Entwürfe später in einer neuen Designform wieder aufgreift (Link zum Instagram-Account).

Als letzter Sprecher hatte sich Louis Mikolay aus dem sonnigen San Francisco der Konferenz zugeschaltet. Mikolay (Link zum Instagram-Account) ist zurzeit bei der renommierten Agentur We are Collins tätig, die u.a. schon Konzepte und Designs für große Unternehmen wie Spotify, IBM, Airbnb, Nike und das Guggenheim Museum entwickelt hat. Er sprach zudem ausführlich über seine Zeit bei North Design, London, wo er unter anderem an der Entwicklung einer aussagekräftigeren Corporate Identity der Non-Profit-Organisation Liberty beteiligt war. Zudem war es den Studierenden möglich, einen Blick auf aktuelle, noch unveröffentlichte Werke zu erhaschen sowie Fragen zum Berufseinstieg zu stellen.

Rundum eine spannende, kurzweilige und sehr gelungene Konferenz, bei der sicher auch die Studierenden viele Inspirationen für eigene Projekte sowie ihr künftiges Berufsleben mitnehmen konnten. Der Fachbereich Design arbeitet derzeit an einer Fortsetzung dieses anregenden Online-Formats.