Verantwortung und voller Einsatz im Praktikum bei RTL West

Filiz Kalmuk studiert an der HMKW Köln im Studiengang B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation. Ihr Pflichtpraktikum absolvierte sie bei RTL West - und wurde schon von Peter Kloeppel als Beitragsredakteurin genannt. Hier erzählt sie, welche Erfahrungen sie im Praktikum gesammelt hat.

HMKW-Studentin Filiz Kalmuk "on air"

Liebe Filiz, Du hast das Pflichtpraktikum im Rahmen Deines Studiums B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation bereits absolviert. Wie verlief die Bewerbungsphase?

Ganz zu Beginn habe ich mir eine Liste mit möglichen Praktikumsstellen in ganz Deutschland erstellt. Knapp sechs Monate vor Praktikumsbeginn habe ich angefangen, meine Bewerbungen rauszuschicken – insgesamt waren es am Ende dann doch nur zwei Bewerbungen...! Die Stellen und Ansprechpartner habe ich selbst recherchiert. Bei dem Praktikum von RTL West hat ein Kommilitone von mir ein gutes Wort eingelegt und meine Bewerbung „angekündigt“. Nach dem Bewerbungsgespräch im Außenstudio Essen (wo ich auch gearbeitet habe) hatte ich eine Woche später den Vertrag vorliegen. Zwei Wochen vor Praktikumsbeginn kam auch ein Vertrag von Amnesty International in Berlin. Leider war das zu knapp und ich konnte nur ein Praktikum machen.

 

Was waren Deine Aufgaben bei RTL West?
Bei RTL West habe ich viel recherchiert und telefoniert, durfte täglich an zwei bis drei Konferenzen der verschiedenen Formate teilnehmen. Meine Hauptaufgabe war aber die „wirklich“ journalistische Arbeit. Von Tag Zwei an stand ich fest als Redakteurin im Plan. Jeden Tag bin ich mit meinem Kamera- und Ton-Team zu Interview-Terminen, Voxpops oder Pressekonferenzen in ganz NRW und Holland gefahren.

 

Für die Zusammenarbeit mit den Kameraleuten war das Fach TV Journalismus sehr nützlich, da ich ihre Arbeit verstanden habe und wusste, worauf es in ihrem Job ankommt. Das haben meine Kollegen sehr geschätzt. Da ich auch oft mit im Schnitt saß, war das Fach Medientechnologie ebenfalls nützlich.

 

Welches Wissen oder ganz konkrete Modulinhalte aus dem Studium konntest Du hier praktisch einbringen?

Für die Zusammenarbeit mit den Kameraleuten war das Fach TV-Journalismus sehr nützlich, da ich ihre Arbeit verstanden habe und wusste, worauf es in ihrem Job ankommt. Das haben meine Kollegen sehr geschätzt. Da ich auch oft mit im Schnitt saß, war das Fach Medientechnologie ebenfalls nützlich. Ansonsten hat mir das Rechercheseminar in Zusammenarbeit mit der Initiative Nachrichtenaufklärung e.V. beim Recherchieren geholfen. Ich denke, am wichtigsten im TV-Bereich ist es, dass man nicht schüchtern ist, gut reden und gut zuhören kann und weiß, worauf es beim „TV-Machen“ ankommt.

 

...Und wenn dann Peter Kloeppel oder Katja Burkard im Fernsehen sagen: „Ein Beitrag von Filiz Kalmuk“, ist das eine tolle Belohnung.

 

Was hat Dir besonders viel Spaß gemacht?

Da ich im Außenstudio in Essen war, habe ich neben RTL West auch viel für RTL Aktuell, Punkt12 und n-tv arbeiten können. Das Team ist kleiner und man wird super aufgenommen. Am zweiten Tag durfte ich das erste Mal mit einem Kamerateam alleine zum Dreh. Und da das super geklappt hat, habe ich sofort ganz viel Verantwortung bekommen und konnte fast öfter auf Drehs fahren als die richtigen Redakteure. Ich habe Politiker im NRW-Landtag interviewt, habe eine Reportage mit dem Bachelor gedreht und nach den Kölner Silvesterüberfällen drei sehr lange Tage hintereinander mit vielen anderen RTL-Reportern auf der Domplatte gedreht. Wenn man seine Aufgaben gut und gewissenhaft macht, journalistische Fähigkeiten besitzt und sich ins Team einbringt, bekommt man sehr viel Verantwortung und tolle Drehs. Und wenn dann Peter Kloeppel oder Katja Burkard im Fernsehen sagen: „Ein Beitrag von Filiz Kalmuk“, ist das eine tolle Belohnung.

 

Inwieweit hat Dich das Praktikum beim Thema Berufswunsch weitergebracht?

Ich weiß jetzt, dass ich einen Beruf haben möchte, in dem ich nicht nur am Schreibtisch sitze, sondern bei dem ich vor allem viel raus komme und immer wieder neue Leute und Geschichten kennenlerne. Trotzdem möchte ich auch noch in andere Bereiche des Journalismus und der PR schauen – um mir am Ende ganz sicher zu sein, dass ich das tue, was mich glücklich macht.

 

Bist Du weiterhin in Kontakt mit Deinem Praktikumsbetrieb?

Ja, ich habe zur Redaktion und meiner Chefin noch Kontakt. Im August wurde mir sogar ein Volontariat angeboten, welches ich aber aufgrund des Studiums ablehnen musste. Auch mit den Kameraleuten schreibe ich noch ab und zu. Immer wenn ich in Essen bin, versuche ich, die Redaktion zu besuchen.

 

Was würdest Du Deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen für die Bewerbung bei RTL West oder generell für’s Praktikum raten?
RTL West bekommt ständig Bewerbungen, deshalb ist es sehr wichtig, sich weit im Voraus zu bewerben. Zudem sollte man sich vorher überlegen, ob man nach Essen oder ins große RTL-Haus nach Köln möchte, da in Essen weniger Praktikanten arbeiten. Während des Praktikums sollte man immer die Augen offen halten: Es wird gerne gesehen, dass man selber Themenvorschläge macht. Und natürlich: Offen und immer freundlich sein.

Filiz Kalmuk im Studio von RTL West.
Filiz Kalmuk im Studio von RTL West.