Podiumsdiskussion zu Meinungsvielfalt mit dreifacher HMKW-Teilnahme

„Wie steht es um die Meinungsvielfalt angesichts der Monopolisierungen in der Medienbranche?“ – diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung im Aachener Ludwig Forum Anfang April, an der drei Angehörige der HMKW Köln teilnahmen.

Podiumsdiskussion unter anderem mit Prof. Dr. Bettina Lendzian (li.), Merve Polat (2. v. re.) und Dozent Andi Goral (re.) von der HMKW Köln. Foto: Bündnis 90/Die Grünen OV Aachen

Als Professorin für Journalismus und Kommunikation war Prof. Dr. Bettina Lendzian zur Veranstaltung „Medienmacht versus Meinungsvielfalt?“ des Aachener Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen mit Gesprächsrunde eingeladen - sie blieb aber nicht die einzige Diskutantin mit Bezug zur HMKW. Da es vor allem um „(Lokal-) Politische Kommunikation in der sich wandelnden Medienlandschaft“ ging, war auch HMKW-Dozent Andi Goral eingeladen, der mit seiner Internetzeitung Report K zur lokalen Medienvielfalt in Köln beiträgt. Um die Sicht der Nachwuchsjournalisten und Nachwuchsjournalistinnen einzubeziehen, nahm die HMKW-Studentin Merve Polat teil. Sie beendet gerade ihren Master im Studiengang Konvergenter Journalismus und arbeitet als freie Mitarbeiterin für die Stolberger Nachrichten. In der Runde traf sie ihren Chef, den stellvertretenden Chefredakteur des Medienhauses Aachen, Amien Idries. Es moderierte der renommierte Journalist Lothar Guckeisen.

In der angeregten Diskussion ging es vor allem um die veränderten Lese- und Mediennutzungsgewohnheiten der jungen Generation. Da sich im Internet seriöse und nicht-seriöse Quellen vermischen, verlangt es zunehmend mehr Eigeninitiative, um Inhalte einordnen zu können. Hier kristallisierte sich auch die Bedeutung der Medienpädagogik heraus, die Kinder und Jugendliche früh dazu befähigen sollte, sich im heutigen „Mediendschungel“ zurechtzufinden. Die Frage, wie Mediennutzer/innen mit Netzpräsentationen umgehen, die aus nicht-journalistischer Quelle stammen, wurde eingehend diskutiert, wie auch das Problem der fehlenden journalistischen Konkurrenz in den Verbreitungsgebieten. Leider war die Gesprächszeit viel zu schnell rum. Einigkeit gab es immerhin in der Ansicht, dass der Journalismus durch das Internet eher an Bedeutung gewinnt, denn nur journalistisches Handwerk bietet die Voraussetzung für gute Berichterstattung - egal, ob in einer gedruckten Zeitung oder online.