Mit geschärftem Blick durch den Kiez

In der „Waschküche“ in Berlin-Wedding fand am 31. Januar die Vernissage zu „Sehenswert: Fotografien aus dem Brunnenviertel von Bachelorstudierenden im Bereich Grafikdesign und Visuelle Kommunikation“ statt.

Prof. Nora Bibel (re.) stellte das Sehenswert-Fotoprojekt und das parallel entstandene Magazin vor.

„Ich schaue, und manchmal sehe ich.“ – Mit diesem Zitat der US-amerikanischen Schriftstellerin Siri Hustvedt leitete Prof. Nora Bibel ihre Eröffnungsrede zur Ausstellung eines studentischen Fotografie-Projekts ein. Sie spielte damit auf die selektive Wahrnehmung an, die durch die Kognitionspsychologie wissenschaftlich erforscht wird und prägt, wie wir unsere Umgebung „sehen“. Als Fotodesignerin interessiert Nora Bibel die Frage, was von der alltäglichen Umgebung bei jedem/jeder einzelnen beziehungsweise ihren Studierenden „hängenbleibt“.

Aus dieser Frage leitete sie die Aufgabenstellung für ihre Studierenden im Wintersemester 2018/19 ab. Nach einer theoretischen Einführung in die verschiedenen Ausprägungen des Mediums Fotografie folgte die Praxis: Mit Fotoapparaten und Smartphones gerüstet erkundeten die Studierenden des ersten Semesters die unmittelbare Umgebung der HMKW Berlin, das Brunnenviertel. Sie lernten den Kiez kennen, indem sie mit Bewohner/innen und Gewerbetreibenden sprachen und außer den Menschen auch die Architektur und das Erscheinungsbild wortwörtlich in den Fokus nahmen. Bei dem Projekt wurde zudem ein begleitendes Magazin in Zusammenarbeit mit Studierenden aus dem 3. Semester des B.A. Grafikdesign und Visuelle Kommunikation konzipiert und gestaltet.

Auf der gut besuchten Vernissage bedankte sich Prof. Nora Bibel bei den zahlreichen Unterstützenden, unter anderem dem Aktionsfond Soziale Stadt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstrasse. Die Fotografien sind noch bis einschließlich 15. Februar, immer mittwochs bis sonntags von 16 bis 19 Uhr zu sehen.