Journalismus und Leistungssport

Julia Dorny (27) hat im September 2013 ihren Bachelor in Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW Berlin absolviert. Hier erzählt sie von ihrer Zeit an der HMKW, Karriere, Kampfsport und den Highlights ihres Studiums.

Julia Dorny. Foto-Credits: Anja Dorny

Was machst du jetzt beruflich und wie hat dein Studium dich darauf vorbereitet?

Gerade habe ich meinen Master an der Humboldt-Universität zu Berlin im Fach Medienwissenschaft abgeschlossen. Parallel habe ich für das Magazin Mehr Leben geschrieben und verschiedene Aufgaben in unserer Marketingabteilung übernommen (das mache ich immer noch) sowie Kindertraining im Judo gegeben. Um ab April meiner Tätigkeit als Online-Redakteurin für ran FIGHTING und das Kampfsportformat GNP1 nachkommen zu können, habe ich kürzlich eine selbstständige Tätigkeit angemeldet. Ich bin gespannt. Die Inhalte des Studiums an der HMKW haben mir quasi meine Werkzeuge dafür bereitgelegt, diesen Aufgaben nachkommen zu können. Ich musste nur lernen, sie entsprechend einzusetzen. Zum Glück befinde ich mich noch immer in einem Lernprozess und hoffe, dass er auch so schnell nicht vorbei ist.

Warum hast du dich für den B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation entschieden?

Weil ich immer mit Leib und Seele Journalistin sein wollte – eine revolutionäre Karla Kolumna sozusagen. Wenn ich mich an meine Kindheitstage erinnere und wie ich auch später wieder bestätigt bekam, als ich mit meinen kleinen Brüdern meine alten Kassetten anhörte, ist sie ein Sinnbild aufopferungsvoller und ehrlicher Berichterstattung. Mit Benjamin, Otto, Bibi und Co. im Schlepptau war sie bestens vernetzt und jederzeit zur Stelle, deckte kleine und größere Hinterlistigkeiten und Schurkereien auf, denn immer dort, wo Unrecht passiert war, war sie die Erste, die Einspruch erhob. Sie verstand sich als Hüterin des Gemeinwohls: eine ehrenwerte, wenn auch nicht ganz unproblematische Berufsauffassung. Auch ich wollte die „Wahrheit“ ans Licht bringen und für ehrliche, transparente Berichterstattung sorgen. Die Unternehmenskommunikation war eine passende Ergänzung dazu – quasi beide Seiten der Medaille kennenzulernen.

Die Inhalte des Studiums an der HMKW haben mir Werkzeuge bereitgelegt, meinen Aufgaben nachkommen zu können

Wie war der Kurs an der HMKW?

Wie war der Kurs? Oft spannend, manchmal etwas zäh, grundsätzlich erlebnisreich. Es ist ja doch schon ein bis zwei Tage her, aber ich meine, ich bin gern in die Uni gekommen und schätzte natürlich auch die Professoren und Dozenten sehr. Es war natürlich ein Prozess, sich diesen Abläufen hinzugeben und stets fleißig und zielorientiert an den Aufgaben und Projekten, die es zu erledigen gab, zu arbeiten. Ich habe dabei aber viel über mich und mein Umfeld gelernt.

Erzähle von interessanten Praktika während des Studiums.

Ja, da habe ich einige auf der Agenda: mehrere Male beim Mitteldeutschen Rundfunk, Neues Deutschland, A & C Media Community, etc. Aber diese jetzt detailliert zu beschreiben, schießt wohl über das Ziel hinaus. Eines kann ich jedoch mit Gewissheit sagen: Ich hatte wirklich richtiges Glück mit meinen Praktika, auch wenn ich viel schuften musste und trotzdem oft kein Geld verdient habe. Auf jeden Fall waren sie prägend, und zum Teil bestehen die dort geknüpften Netzwerke noch heute.

Woran arbeitest Du gerade?

An der Form! Nachdem ich nun mein Studium komplett abgeschlossen habe, würde ich gern über einen Teil meiner Masterthesis promovieren. Ansonsten stehen Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und World Games 2017 an, dafür muss ich mich gut vorbereiten.

Was war das spannendste Projekt, an dem du je gearbeitet hast?

Das Projekt „Leben und Erwachsenwerden“. Es ist einerseits natürlich großartig, sein eigener Herr zu werden, aber es ist auch an „extreme“ Zustände gekoppelt. Aber eigentlich bin ich immer noch dabei, mich und mein Umfeld jeden Tag neu zu entdecken. Beruflich kann ich das gar nicht pauschal beantworten, da gab es einige spannende Projekte.

Was sind deine Zukunftspläne (oder nächsten Schritte)?

Wie ich schon sagte, stehen beruflich und sportlich einige Höhepunkte an. Dabei gilt es, stetig gut vorbereitet, aber auch spontan genug zu sein, diese Pläne zu meistern. Gern würde ich ja im Bereich TV-Journalismus settlen und Kampfsport moderieren, kommentieren und Interviews führen. Mal sehen, was sich diesbezüglich mit GN1.tv und ran FIGHTING ergibt, vielleicht auch eines Tages mit ARD und ZDF…

Gibt es Eigenschaften, die Studierende in deinem Studiengang besitzen sollten?

Ich denke, dass es wichtig ist, offen für Neues zu sein und sich für Dinge begeistern zu können. Ein gewisser Pragmatismus und Realitätsbezug scheinen mir dabei wichtige Eigenschaften, die helfen können zu erkennen, dass nicht alles, was glitzert, Gold ist. Ansonsten natürlich Sprach- und Redegewandtheit, Kenntnisse in verschiedenen Sprachen und ein gewisses technisches Grundverständnis sowie Passion und Leidenschaft.

Ich denke, dass es wichtig ist, offen für Neues zu sein und sich für Dinge begeistern zu können.

Nenne drei Dinge, die du zum Kreativsein brauchst.

Kaffee, Musik und m&m´s.

Twitter pitch! Du in 140 Zeichen.

Halt ich nichts von. Also kein Pitch in 140 Zeichen.

Welchen Rat würdest du neuen Studierenden geben?

Auf das Bauchgefühl, also in sich hinein, hören und sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu werden, nicht so viel abwägen. Manchmal muss man auch ein paar Schritte in eine Richtung machen, um zu erkennen, dass es eine Sackgasse ist und man umkehren muss, um wieder auf die Hauptstraße zu kommen.

Was sollten wir noch über dich wissen?

Ich liebe Sneakers in allen Varianten, leider eine Schwäche von mir, und bei mir ist immer Musik an. Meistens mach ich erst dann aus, wenn ein Lied auch vorbei ist, niemals zwischendrin. Ich verliere mich des Öfteren in meiner kleinen Traumwelt, Musik macht alles möglich. Eigentlich glaube ich auch an die große Liebe, dann holt mich die Vernunft wieder ein und die Realität rückt in den Fokus. Ich betreibe exzessiv Sport, das ist ein sehr bedeutender Teil in meinem Leben. Ich bevorzuge asiatische Küche und habe eine Schwäche für frische Blumen. Jede Woche gibt es neue. Ach, und ich steh total auf Räucherstäbchen, Popcorn und frischen Pfefferminztee.

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