Im Master die Forschung im Fokus

Während sie im Bachelor-Studium der Medien- und Wirtschaftspsychologie die große inhaltliche Vielfalt schätzte, hat sich HMKW-Absolventin Kathrin Häring für ihre weitere akademische Ausbildung für ein spezialisiertes Masterstudium entschieden – und erhielt einen von nur sechs Plätzen für den Master of Media Research an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart.

Studiert bald Master of Media Research an der HdM in Stuttgart: HMKW-Absolventin Kathrin Häring.

Liebe Frau Häring, Sie sind Absolventin der Kölner HMKW und nun an der Hochschule für Medien (HdM) in Stuttgart für ein Masterstudium zugelassen worden. Für welchen Studiengang haben Sie sich entschieden und weshalb?

Genau, nach meinem Bachelor habe ich mich unter anderem für den Master of Media Research beworben und darf mich glücklich schätzen, dass ich zugelassen wurde. Es gibt für diesen Forschungsmaster nur sechs Studienplätze und er wird in einer solchen Form nur zwei Mal in Deutschland angeboten. Man arbeitet eng mit den Professoren zusammen und forscht tatsächlich zum größten Teil, entweder an seinem eigenen Projekt oder an Nebenprojekten, das fand ich sehr ansprechend und schien mir eine gute Chance! Ein klassischer Master kam für mich nicht in Frage, ich wollte weder Klausuren schreiben und dafür auswendig lernen, noch die meiste Zeit in Vorlesungen sitzen. Die Vorlesungen beschränken sich auf sehr wenig Präsenzzeit, die allerdings sehr gut genutzt wird. Inhalte können dabei gut auf die wenigen Studierenden abgestimmt werden. Der Praxisbezug ist in diesem Studiengang sehr hoch, sodass jeder sehr viel selbstständig an den Projekten arbeitet oder Themen einzeln mit den Professoren bespricht. Man beschäftigt sich quasi drei Semester mit seinem Thema, auf welches man sich beworben hat und über das man am Ende seine Masterarbeit schreibt. Der 180 ECTS-Bachelor ist dabei kein Hindernis, mit einem Learning Agreement kann man die fehlenden 30 ECTS im Laufe der ersten beiden Semester nachholen.

„Dank eines Learning Agreements kann ich die fehlenden 30 ECTS im Masterstudium nachholen.“

 

Wissen Sie schon, was Sie einmal beruflich machen möchten?

Momentan bin ich noch relativ offen. Ich kann mir ganz gut die Arbeit in einem Forschungsinstitut vorstellen, hier in Stuttgart gibt es in diesem Bereich einige Möglichkeiten. Noch habe ich allerdings ein gutes Jahr Zeit, mir Gedanken zu machen, und hoffe, dass sich in dieser Zeit etwas ergibt. Generell bietet dieses Masterstudium allerdings auch eine gute Grundlage zu einer anschließenden Promotion.

 

Was ist wichtig für eine erfolgreiche Bewerbung für einen Master-Studienplatz?

Unumgänglich ist das Forschungsexposé. Es lohnt sich, die Zeit für ein ordentliches Exposé zu investieren, weil das auch die erste Auseinandersetzung für das Thema der drei Semester darstellen sollte. Wenn das Forschungsexposé gut war und die Unterlagen vollständig eingereicht wurden, folgt ein Bewerbungsgespräch, unter anderem mit dem Betreuer für das Thema, auf das man sich beworben hat, hier wird auch noch einmal intensiv über das Forschungsthema gesprochen. Auch wenn die Bewerbung insgesamt umfangreicher ist als jene für andere Masterstudiengänge, für ein Studium dieser Art, finde ich, ist es den Aufwand auf jeden Fall wert.

„Es lohnt sich, die Zeit für ein ordentliches Exposé für die Bewerbung zu investieren.“

 

Was hätte Sie daran gereizt, vielleicht doch alternativ den M.A. Wirtschaftspsychologie an der HMKW zu studieren?

Gereizt hätte mich vor allem die Breite des Masters. Es hat sicher immer Vorteile, wenn man nicht nur in einem Bereich sein Wissen erweitert hat, damit man später bei der Bewerbung auf Jobs mehrere Möglichkeiten hat beziehungsweise sich bei Bedarf leichter umorientieren könnte. Was ich vor allem auch reizvoll fand, war die Möglichkeit, auf Englisch in Berlin oder auch berufsbegleitend zu studieren.

 

Sie haben B.A. Medien- und Wirtschaftspsychologie an der HMKW Köln studiert. Was hat Ihnen im Studium und an der Hochschule besonders gefallen?

Besonders gut gefallen haben mir das Lernen in kleinen Gruppen und die große Vielfalt verschiedener Bereiche in der Medien- und Wirtschaftspsychologie. Die Dozenten waren zum Teil sehr kompetent und gingen größtenteils auf Fragen oder Anregungen ein. Der Praxisbezug erleichtert das Lernen und gibt gute Einblicke in die verschiedenen Bereiche, was die Orientierung für die Zeit nach dem Studium erleichtert. Eine Case Study im zweiten Semester hat mir beispielsweise viel Spaß gemacht, mich motiviert und wurde auch belohnt. Die Prüfungsleistungen sind durch den Mix zwischen Klausuren und Präsentationen oder Hausarbeiten angenehm aufgeteilt und damit auch machbar.

Besonders gut gefallen haben mir das Lernen in kleinen Gruppen und die große Vielfalt verschiedener Bereiche in der Medien- und Wirtschaftspsychologie.

 

Was sollten Bachelor- und Master-Studieninteressierte Ihrer Erfahrung nach fürs Studium in Ihrer Fachrichtung mitbringen?

Besonders wichtig ist, wie vermutlich in jedem Studiengang, das Interesse für die Fachrichtung an sich mitzubringen – an der Psychologie, an Wirtschaft und Medien. Für den Bachelor finde ich es vor allem wichtig, dass man offen für alle im Studiengang angebotenen Bereiche ist, sich auf alles einlässt und Spaß an praktischer Arbeit und der Arbeit in Gruppen hat.

„Für den Bachelor finde ich es vor allem wichtig, dass man offen für alle im Studiengang angebotenen Bereiche ist, sich auf alles einlässt und Spaß an praktischer Arbeit und der Arbeit in Gruppen hat.“

 

Und zum Schluss: Bitte nennen Sie drei Dinge, die Sie persönlich beim Studium und/oder bei der Arbeit motivieren.

Vor allem motiviert mich grundsätzlich ein festes Ziel, das ich erreichen möchte – im Master sind das Forschungsfragen, für die ich Antworten finden möchte. Am Ende eines Projekts stehen immer Ergebnisse, die meine Vermutungen bestätigen oder mir zeigen, dass ich falsch lag. Entweder ich freue mich dann, dass ich richtig lag, oder ich bin überrascht, dass das Ergebnis anders als gedacht ist. Außerdem motivieren mich meine Mitmenschen sehr, sowohl Studenten und Professoren, als auch Arbeitskollegen, mit denen man zusammenarbeitet. Es macht Spaß, sich mit anderen auszutauschen, sich zu unterstützen oder miteinander auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten.
Gerade im Forschungsbereich ist es besonders spannend und motivierend, Antworten auf Fragen zu finden, auf die man in der Literatur bisher keine Antwort finden konnte.

„Gerade im Forschungsbereich ist es besonders spannend und motivierend, Antworten auf Fragen zu finden, auf die man in der Literatur bisher keine Antwort finden konnte.“

 

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für Ihr Masterstudium!