HMKW Professor im Interview für das RBB KulturRadio

Prof. Dr. Markus Schröppel wurde für die 25-minütige Sendung über den Buchstaben A zum Thema „Am Anfang war das A. Erkundungen über einen Buchstaben“ vom RBB KulturRadio interviewt.

Foto: rbb-online.de

Für die Sendung „Gott und die Welt“ vom RBB KulturRadio wurde Prof. Dr. Markus Schröppel an der HMKW Köln interviewt. In Sendung spricht er über „Am Anfang war das A. Erkundungen über einen Buchstaben“.

 

Im Fokus der Sendung steht die historische Entwicklung des A aus dem Aleph (hebr. אלף ), dem ersten Buchstaben im Hebräischen Alphabet, sowie dem Lautwert des Buchstabens (IPA-Notation) als im Deutschen zwar vorhandenen, aber nicht geschriebenen Knacklaut (Glottisschlag). Das A als der erste Buchstabe des phönizischen und des hebräischen Alphabets entspricht dem Alif der arabischen Schrift als Konsonanten, den die Griechen, als sie das phönizische Alphabet an ihre Sprache anpassten, als Zeichen für den Vokal Alpha umdeuteten, woraus dann das lateinische A entstand.
 
Der Name des kleingeschriebenen Buchstabens leitet sich von der stilisierten Darstellung eines Stierkopfes (hebräisch alef: „Rind“) mit zwei Hörnern ab. Im Verlauf der Schriftentwicklung wurde der Buchstabe gedreht und seine Form veränderte sich, der Name aber wurde beibehalten. 
 
Im Interview spricht Schröppel auch über die Schrift als eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit und deren Entwicklung von der lateinischen Schrift, ausgehend von der römischen Kapitale im 1. Jahrhundert bis zur computerlesbaren Schrift des 20. Jahrhunderts. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei u.a. auf den Schriften Giambattista Bodonis, die wunderbar modern und klassisch-klassizistisch auch heute noch einen ewigen Zankapfel zwischen traditionellen und computergestützten Schriften darstellen.

 

Die 25-minütige Sendung über den Buchstaben A zum Thema „Am Anfang war das A. Erkundungen über einen Buchstaben“ für RBB KulturRadio („Gott und die Welt“) wird ab 1.1.2020 gesendet.

Prof. Dr. Markus Schröppel