Lehrende Fachbereich Journalismus und Kommunikation

Werdegang

Nick Spicer ist Auslandskorrespondent und arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren für große internationale Fernsehsender. Er berichtet über geschichtsträchtige Ereignisse, versucht aber auch, Menschen eine Stimme zu geben, von denen wir normalerweise nichts hören. Er ist kanadischer und französischer Staatsbürger und hat an der Queen's University in Kanada und am Institut d'études politiques de Paris studiert.

Er begann seine Karriere als Reporter bei CBC Radio in Paris im Jahr 1996, wo er über den Tod von Prinzessin Diana, den Concorde-Absturz und andere Ereignisse berichtete. Später wechselte er zu NPR und berichtete über Frankreichs Widerstand gegen den Krieg im Irak und anschließend über den Konflikt in diesem Land. Er berichtete auch über die großen Kriegsverbrecherprozesse im ehemaligen Jugoslawien in Den Haag und aus Libyen.

Im Jahr 2004 ging er für CBC Television nach Moskau und berichtete in englischer und französischer Sprache, gerade rechtzeitig, um über die Orange Revolution in der Ukraine zu berichten. Er reiste auch nach Afghanistan, um über den Einsatz kanadischer Truppen in Kandahar zu berichten, sowie nach Tschetschenien, um über die Präsenz kanadischer Dschihadisten dort zu berichten.

Im Jahr 2007 ging er als Korrespondent für Al Jazeera English nach Washington. Er begleitete den damaligen Senator Barack Obama im Wahlkampf, beschäftigte sich mit Rassenfragen und berichtete später ausführlich über die Deepwater Horizon Ölkatastrophe.

Im Jahr 2011 blieb er bei dem Sender, wechselte aber nach Berlin und berichtete über die Staatsschuldenkrise in Europa, das rechtsextreme Massaker in Norwegen, kehrte aber auch in die Ukraine zurück, um über die Ereignisse auf dem Euromaidan zu berichten. Er berichtete über Russlands "grüne Männer" und den virtuellen Krieg, unter anderem von der Krim, als diese annektiert wurde. Seit 2017 arbeitet er bei der Deutschen Welle als Ausbilder für die Vor-Ort-Berichterstattung und ist jetzt Moderator tätig.