Lehrende Fachbereich Journalismus und Kommunikation


Werdegang

Die akademische Ausbildung und die beruflichen Stationen von Dr. Markus Erbach stellen die Themen der Identität und Kommunikation für Unternehmen und Organisationen in Lehre, Forschung und Beratung in den Mittelpunkt.

Nach einem kurzen Studium der Gemälderestauration an der École du Louvre Paris (1982), studierte er Grafik Design an der Fachhochschule für Gestaltung Mannheim (1983-88). Als Layoutassistent für die WOB Werbeagentur Viernheim (Calgonit-Produktreihe 1985) und im Arbeitsaufenthalt in Neuseeland (Corporate Design Büro 1985-86), machte er Berufserfahrungen schon während des Studiums. Es wurde mit einer Diplomarbeit für die Daimler Benz AG Werk Mannheim abgeschlossen (1988). Seitdem entwickelt und begleitet Markus Erbach Corporate und Brand Identity-Projekte für Unternehmen und Organisationen in In- und Ausland, zuletzt bekannt geworden ist „Dot Berlin - die weltweit erste City Top Level Domain“ (Launch 2014).

Um das Thema der Identität in Kommunikation theoretisch zu vertiefen, studierte Markus Erbach berufsbegleitend Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste UdK Berlin (1992-97). Das interdisziplinäre Studium schloss er ab mit der Diplomarbeit "Identität im Hypermedium - lineare Identität in nicht-linearen Verhältnissen".

Von 2000 bis 2010 lehrte Markus Erbach neben seiner Beratungstätigkeit und Dissertation regelmäßig an privaten und staatlichen Hochschulen in Studiengängen der Marketing- und Kommunikationsberufe. 2009-10 unterrichtete er die ersten Studentengruppen der HMKW Berlin in Unternehmenskommunikation und leitete das erste studentische HMKW-Projekt mit einem Wirtschaftsunternehmen.

In der Dissertation "Identity Matching - inhaltliche Integration in der strategischen Kommunikation" (Logos Verlag Berlin 2011), entwickelte Markus Erbach den Pragmatic Identity Matching-Ansatz. Die interdisziplinäre Dissertation begann er an der TU Dresden in Philosophie/Kommunikationswissenschaft (2004-2007) und setzte sie fort an der Universität Potsdam in BWL/Marketing (2008-2010, Promotion 2011).

Seit 2011 bis heute entwickelt Dr. Markus Erbach das Pragmatic Identity Matching-Konzept mit anderen Forschern und in Anwendung mit Organisationen und Unternehmen weiter. Er hält Vorträge und Seminare in In- und Ausland, zuletzt im April 2014 am Baruch College Manhattan/New York und im Juni 2014 bei der internationalen Science2Business Marketing Conference/Zürich.

Im Juni 2015 gründete Dr. Markus Erbach die Pragmatic Identity Matching Academy (PrIM Academy). Die Ausbildung zielt auf die Moderation der Selbstverbesserung von Unternehmen/Organisationen nach dem Pragmatic Identity Matching-Konzept.


Lehrveranstaltungen (Auswahl)

  • Integrierte Unternehmens- und Markenkommunikation
  • Corporate Identity
  • Marketingkommunikation
  • Leitung studentischer Wirtschaftsprojekte


Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Entwicklung des Pragmatic Identity Matching-Konzepts (PrIM) nach dem Pragmatismus von Charles Peirce und dem Verständnis individueller Identitätsentwicklung nach der Sozialpsychologie
  • Gründung der PrIM Academy
  • Anwendung des Pragmatic Identity Matchings in Unternehmen, Kommunen und Behörden als Planungsstruktur für integratives Denken und kooperatives Handeln (identitätsorientierte Organisations- und Innovationsentwicklung; strukturierte Selbstoptimierung)  


Publikationen

Erbach, M. (2015): Facilitating Targeted Open Innovation by Applying Pragmatic Identity Matching; Journal of the Knowledge Economy/Special Issue Targeted Open Innovation 2015, DOI 10.1007/s13132-015-0293-0; Springer USA

 

Erbach, M. (2014): The Identity Matching Concept: a collaborative planning-infrastructure for integrating communication content; Conference Proceedings of the 13th International Science-to-Business Marketing Conference on Cross organizational Value Creation in Zurich/Switzerland, pp. 225-240; Science-to-Business Marketing Research Centre Fachhochschule Münster

 

Erbach. M. (2011): Identity Matching – Inhaltliche Integration in der strategischen Kommunikation (Dissertation); Logos Verlag Berlin

 

Erbach, M. (2004): Identität im Konzept der vernetzen Minifabriken; Vortrag und Publikation auf der Webseite des Sonderforschungsbereichs 582 (Marktnahe Produktion individualisierter Produkte) der DFG; TU München-Garching/SFB 582

 

Dreyer, V. (Hg.) (2004): Selbstdarstellung und Authentizität – ein Forschungsprojekt; Interaktive Compact Disc unter Mitwirkung von Markus Erbach; Universität der Künste Berlin

 

Erbach, M. (1997): Identität im Hypermedium – lineare Identität in nicht-linearen Verhältnissen; Diplomarbeit in Gesellschafts-und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste UdK Berlin

 

Erbach, M. (1988): Das Erscheinungsbild des Betrieblichen Bildungswesens (BBW) der Daimler Benz AG Werk Mannheim (realisiertes Corporate Identity-Projekt mit Messestand, Exponaten und Informationsmedien auf dem Maimarkt Mannheim 1988); Diplomarbeit im Studiengang Grafik Design an der Fachhochschule für Gestaltung FHG Mannheim

Websites und Blogs

www.pragmatic-identity-matching.com

 

 

Forschungsprofil

Pragmatic Identity Matching-Forschung

Visualisierung des Pragmatic Identity Matching-Ansatzes
Pragmatic Identity Matching-Modell

Seit 2014 ist die Identity Matching-Forschung von Dr. Markus Erbach an der HMKW Berlin angebunden. Nach einem Jahr ist inzwischen bereits die zweite internationale Publikation in Vorbereitung. Der Begriff „Pragmatic Identity Matching“ verbindet zwei wissenschaftliche Theorien: den Pragmatismus nach Charles Peirce (Begründer der Semiotik, 1839-1914) und das Verständnis der Entwicklung individueller Identität nach der Sozialpsychologie. Zentraler Gedanke: Innere Entwicklung und äußere Einflüsse von Individuen und Organisationen stehen im permanenten Wechselspiel. Der Pragmatic Identity Matching-Ansatz verbindet dies in einem Anwendungsmodell für integratives Denken und kooperatives Handeln.

 

Unternehmen, Organisationen und Kommunen können damit realitätsnah und nachhaltig die Entwicklung ihrer eigenen Organisation, Leistungen und Kommunikationsangebote in strukturierter Weise planen und sie transparent mit ihren verschiedensten Zielgruppen abstimmen („Matching“). Dies ist möglich, weil ein universelles Schema der Identität („Identitymatrix“) auf jeden Teilnehmer, Gegenstand oder Inhalt einer Kommunikation individuell angepasst werden kann und dadurch bisher nicht verbundene Themen oder Bereiche als „Identitäten“ vergleichbar werden. Im gesellschaftspolitischen Bereich wären die Organisationen, spezielle Adressatengruppen, kulturelle Gemeinschaften, Projekte usw.; im Wirtschaftskontext wären dies Unternehmen, verschiedenste Zielgruppen, Märkte, Produkte usw.   

 

Nach der ganzheitlichen Analyse einer Unternehmung oder Organisation im Innen- und Außenverhältnis, geschieht die punktgenauen Problemidentifikation und die Entwicklung von Lösungen als Selbstoptimierungsprozess immer „von innen heraus“ unter Verwendung der eigenen Ressourcen einer Organisation. Im Juni 2015 wurde die Pragmatic Identity Matching Academy (PrIM Academy) gegründet. Sie bildet Moderatorinnen und Moderatoren aus, die mit der Identitymatrix solche Entwicklungs-, Veränderungs- und Abstimmungsprozesse wertneutral strukturieren und begleiten.

 

Der auf Dialog und Integration zielende informationsstrukturelle Ansatz des Pragmatic Identity Matchings hat im Unterschied zu einseitig gedachten Vorgehensweisen den Vorzug, unterschiedlichste Anforderungen ganzheitlich zu erfassen, wertneutral gegenüber zu stellen und somit überhaupt erst den jeweiligen Realitäten entsprechend vergleichbar und verhandelbar zu machen.

 

Im September 2015 erschien im Springer Journal of the Knowledge Economy (USA) ein ausführlicher Beitrag von Dr. Markus Erbach zur Anwendung des Pragmatic Identity Matchings auf das Zukunftsthema der zielgerichteten offenen Innovation (Targeted Open Innovation). Die Matrix für Identity Matching wird als Instrument beschrieben, mit dem die verschiedenen Wissensbeiträge, Funktionen und Aufgaben der Vertreter aus der Forschung, Industrie, Regierung, Öffentlichkeit und Umweltorganisationen zielorientiert koordiniert werden können, um im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft Innovationen gemeinsam zu entwickeln und abzustimmen.

 

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