Das Hobby zum Beruf machen: Akeel Schilde über seinen Berufseinstieg in die Gaming-Branche

Computer- und Videospiele sind Akeel Schildes große Leidenschaft. Für ihn stand daher schon früh fest, dass er einmal in dieser vielfältigen Branche tätig sein möchte. Seit November arbeitet er nun als Partner Management Spezialist bei ComboStrike, einer Berliner Agentur, die auf die Games-Industrie spezialisiert ist. Im Interview spricht er über seine bisherigen Berufserfahrungen und verrät, was ihm bei seiner Tätigkeit besonders viel Freude bereitet.

Akeel Schilde, derzeit im Homeoffice, arbeitet bei der Agentur ComboStrike.

Akeel Schilde, derzeit im Homeoffice, arbeitet bei der Agentur ComboStrike.

Was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an die HMKW denken?

An die Freundschaften, die ich geschlossen habe. Ich habe zwei besondere Leute kennengelernt, mit denen ich nach all dieser Zeit immer noch sehr gut befreundet bin und wir treffen uns regelmäßig. Besonders positiv war für mich an der HMKW, dass ich mich immer gut betreut gefühlt habe. Auch wenn es mal Probleme gab, habe ich immer eine/n Ansprechpartner/in gefunden, der /die mir weitergeholfen hat.

Sie haben den Studiengang B.A. Medien- und Wirtschaftspsychologie studiert. Als was arbeiten Sie nun?

Ich bin Partner Management Spezialist bei ComboStrike. ComboStrike ist eine 360°-Marketing Agentur aus Berlin. Wir sind auf Gaming spezialisiert und haben unter anderem ein Team, das sich auf Influencer-Marketing fokussiert.

Konnten Sie zuvor bereits weitere Berufserfahrungen sammeln, von denen Sie uns gerne berichten würden?

Wirkliche Berufserfahrungen konnte ich nur im Praktikumssemester machen. Connections sind wichtig. Ich bin kein super sozialer Mensch. Ich mag meine Ruhe und bin nur ungern auf Partys. Aber ab und zu muss man mal die Zähne zusammenbeißen und auch mit unangenehmen Zeitgenossen Gespräche führen. Das kann zu unglaublich coolen Kooperations- und Jobmöglichkeiten führen.

Zu welchem Zeitpunkt während des Studiums sind Sie auf Ihren Berufswunsch gekommen? Hat das Praktikum eine Rolle bei der Berufswahl gespielt?

Zur Zeit des Studiums hatte ich noch keine konkrete Idee, was ich später machen will. Ich hatte nur oft den Gedanken, dass ich gerne in der Games-Branche arbeiten möchte, da Gaming schon immer ein großer Bestandteil meines Lebens war. Mein Praktikum hat mir geholfen, diesen bestehenden Berufswunsch zu konkretisieren, da ich im Praktikum in einer Fintech-Firma im Marketing gearbeitet habe.

Warum haben Sie sich damals für den Studiengang B.A. Medien- und Wirtschaftspsychologie entschieden? Und warum haben Sie sich für ein Studium an der HMKW entschieden?

Als ich nach Studiengängen gesucht hab, hatte ich zwei Ideen: Entweder Medien oder Psychologie. Wobei ich mir sicher war, dass ich nicht Klinische Psychologie studieren möchte. Irgendwann habe ich mich gefragt, ob es nicht eine Kombination aus beiden Fächern gibt, da ich schon immer die Auswirkung von Medien (besonders Videospielen) auf die Bevölkerung erforschen wollte. Es gab aber weit und breit keine Uni, die diese beiden Fächer miteinander kombiniert hat - außer der HMKW. Damit war alles klar!

Welche Inhalte aus dem Studium finden sich in Ihrer Arbeit wieder bzw. helfen Ihnen dabei?

Da ich mit sehr großen Spieleentwicklern – u.a. und auch YouTube- und Twitch-Persönlichkeiten –arbeite, hilft es mir, mich an die Kurse zum Thema B2B und B2C zu erinnern. Dadurch weiß ich, wie ich mit jedem Kunden umgehen muss/kann.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Ein kurzfristiger Plan ist es erstmal, mich bei meiner derzeitigen Arbeitsstelle einzufinden, da ich dort erst seit Anfang November arbeite. Obwohl ich schon an meinem dritten Arbeitstag dort angefangen habe, eigenständig Kampagnen zu leiten! Ein bisschen Selbstlob muss sein.

 

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit besonders und was stellt eine Herausforderung dar?

An meinem Arbeitsplatz schätze ich besonders, dass hier nur Gamer arbeiten. Die Interessen meiner Kollegen und meine Interessen decken sich perfekt. Alle meine Kollegen sind nett und ich habe nie ein unruhiges oder anderweitig schlechtes Gefühl zur Arbeit zu gehen und das würde ich auch für nichts eintauschen. Ich möchte nicht den Tag erleben, an dem ich es hasse, jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Natürlich gibt es Tage, an denen die Arbeit stressig ist oder Sachen nicht laufen, wie sie sollten. Aber sowas passiert halt im Arbeitsalltag.

Wie sind die Jobsuche und spätere Bewerbungsphase verlaufen?

Nach meinem Studium habe ich erstmal ein halbes Jahr Leerlauf gehabt, da ich einfach eine Pause gebraucht habe. Als ich mit der Jobsuche angefangen habe, wollte ich auch nicht einfach irgendetwas machen. Ich hatte schon ein relativ bestimmtes Bild im Kopf. Als ich dann auf ComboStrike gestoßen bin, habe ich mich sofort dort beworben. Denn Gaming und Social Media (Youtube und Twitch) sind schon zwei große Bestandteile meiner Freizeit. Die Möglichkeit diese beiden Hobbies zum Beruf zu machen, war für mich Grund genug, nicht länger zu zögern. Zum Glück wurde ich bisher nach einem Interview noch nie abgelehnt.

Welchen Rat würden Sie neuen Studierenden geben?

Seid offen für neue Gedanken. Ihr müsst nicht sofort wissen, was Ihr machen wollt. Es ist natürlich gut eine generelle Vorstellung zu haben. Aber ich nehme an, damit habt Ihr Euch schon beschäftigt, als Ihr Euch für dieses Studienfach entschieden habt.

Welche Eigenschaften sollten Studierende aus Ihrem Studiengang haben?

Seid effizient! Ich versuche nach Möglichkeit, meine Aufgaben schnell zu erledigen. Meine Kollegen wissen inzwischen wie ich drauf bin, dass ich effizient arbeite und meine Aufträge schnell und zügig umsetze. Außerdem geben mir der Erfolg und die Anerkennung der Firma und die Zufriedenheit meiner Kunden ein gutes Gefühl.

Danke für das spannende Interview, Herr Schilde. Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und viel Freude bei Ihrer Arbeit.