Vom Psychologie-Studium zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Nadja Schleif (B.A. Medien- und Wirtschaftspsychologie) konnte direkt nach dem Studium durchstarten: Sie wurde von ihrem Praktikumsunternehmen übernommen und ist jetzt seitdem als Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement und Organisationsentwicklung tätig. Was ihr an ihrem Studium besonders gefallen hat, was sie an ihrem heutigen Job schätzt und welche Eigenschaften Studierende ihres Fachs haben sollten, verrät sie im Alumni-Interview.

Was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an die HMKW denken?

Das Erste, was mir einfällt, wenn ich an die HMKW denke, ist tatsächlich das Gebäude, welches mir sehr präsent in Erinnerung geblieben ist. Die Backsteine, das Treppenhaus, die Flure und der Blick aus den Lehrräumen auf die schöne Kirche am Gartenplatz.

Sie haben den Studiengang B.A. Medien- und Wirtschaftspsychologie studiert. Als was arbeiten Sie nun?

Ich arbeite nun als Beraterin in einer externen Firma für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Organisationsentwicklung. Bei meiner Tätigkeit bin ich branchenunspezifisch in großen Konzernen bis kleinen Unternehmen aktiv. Dabei betreue ich meine Kunden z.B. bei der Implementierung und Steuerung von BGM-Prozessen, Durchführung von Mitarbeiterbefragungen und bei Workshops und Schulungen von Mitarbeiter/innen und Führungskräften.

Konnten Sie zuvor bereits weitere Berufserfahrungen sammeln, von denen Sie uns gerne berichten würden?

Ich bin seit meinem Studium in dieser Position tätig und kann daher leider von keinen weiteren Berufserfahrungen berichten.

Zu welchem Zeitpunkt während des Studiums sind Sie auf Ihren Berufswunsch gekommen? Hat das Praktikum eine Rolle bei der Berufswahl gespielt?

Das Praktikum hat eine sehr große Rolle für meine Berufswahl gespielt! Durch das Praktikum bin ich damals erstmals auf mein jetziges Tätigkeitsfeld und auch auf meinen jetzigen Arbeitgeber gestoßen. Seit meinem Praktikumssemester arbeite ich in diesem Unternehmen und wurde nach Abschluss meines Studiums dort übernommen.

Warum haben Sie sich damals für den Studiengang B.A. Medien- und Wirtschaftspsychologie entschieden? Und warum haben Sie sich für ein Studium an der HMKW entschieden?

Zu meiner Zeit war der Studiengang "Wirtschaftspsychologie" in Berlin noch ein kleiner Exot. Da vor allem der Studiengang für meine Wahl entscheidend war, habe ich mich damals für ein Studium an der HMKW entscheiden. Des Weiteren fand ich auch die Lehrform einer privaten Hochschule sehr attraktiv (kleine Gruppen, keine Riesen-Hörsäle, die mit Sicherheit auch ihren Charme haben). Das persönliche Miteinander zwischen Professoren und ihren Studenten habe ich als sehr angenehm und hilfreich empfunden. Ein weiterer Pluspunkt liegt meines Erachtens in dem starken praktischen Bezug, den die HMKW als private Hochschule pflegt.

 

Welche Inhalte aus dem Studium finden sich in Ihrer Arbeit wieder bzw. helfen Ihnen dabei?

Für mich persönlich sind die damaligen Inhalte aus den Modulen "Arbeits- und Organisationspsychologie", "Wirtschaftspsychologie" und "Personal- und Persönlichkeitspsychologie" am relevantesten.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit besonders und was stellt eine Herausforderung dar?

An meiner Arbeit schätze ich besonders den ganz direkten Austausch mit den Kunden, also den Mitarbeitern und Führungskräften. Eine wesentliche Herausforderung stellt die "Filter-Funktion" in der Kommunikation meiner Rolle dar. Am Ende eines klassischen Projekts geht es immer darum alle relevanten Themen aus vielen verschiedenen Workshops und Teams z.B. für die Geschäftsführung zusammenfassen. Dabei alle wesentlichen Punkte aus Sicht der Mitarbeiter zu berücksichtigen und gleichzeitig eine verbindliche Vorgehensweise für Verantwortliche abzuleiten ist der schwierigste und gleichzeitig wichtigste Punkt meiner Arbeit.

Welchen Rat würden Sie neuen Studierenden geben?

Den Rat, den ich neuen Studierenden geben würde, ist: bleibt offen und neugierig! Nutzt die Gelegenheiten, die es vor allem an Hochschulen wie der HMKW gibt. Die direkte Zusammenarbeit mit Unternehmen und die praxisorientierte Gestaltung der Studiengänge ermöglichen Studierenden viele Gelegenheiten, die man unbedingt nutzen sollte, indem man aktiv auf interessante Arbeitgeber zugeht. 

Welche Eigenschaften sollten Studierende aus Ihrem Studiengang haben?

Ich denke, eine der wichtigsten Eigenschaften für Studierende an der HMKW ist Begeisterungsfähigkeit. Jungen Menschen in unserer Generation fällt es immer schwerer zu erkennen, welchen Weg sie tatsächlich einschlagen möchten (ohne, dass so eine Entscheidung meistens sehr verbindlich ist). Gerade die Studiengänge an der HMKW bieten eine Bandbreite an verschieden Einsatzmöglichkeiten im späteren Berufsleben. Das habe ich als einen der wesentlichen Vorteile gesehen.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke, Frau Schleif. Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft weiterhin alles Gute!