Masterstudium an renommierter University of St Andrews

Nach ihrem Abschluss des B.A. Medien- und Wirtschaftspsychologie und erster Berufserfahrung entschied sich Janna Köhnemann, sich in einem Masterstudium zu spezialisieren – und dieses in Großbritannien zu absolvieren. Im Interview spricht die HMKW-Absolventin über ihr anstehendes Studium an der ältesten schottischen Universität St Andrews.

HMKW-Absolventin Janna Köhnemann

Hallo Frau Köhnemann! Anlass unseres Gesprächs ist Ihre erfolgreiche Bewerbung an der renommierten University of St Andrews in Schottland – zunächst noch einmal einen herzlichen Glückwunsch dazu! Für welchen Studiengang werden Sie eingeschrieben und was möchten Sie später einmal damit machen?

Vielen Dank für die Glückwünsche! Im September werde ich den Masterstudiengang „Human Resource Management“ in St Andrews beginnen. Es geht also um Personalmanagement, die damit verbundenen Herausforderungen und das Erlernen von Methoden für die erfolgreiche Ausschöpfung und Förderung der Talente eines Unternehmens.

Nach meinem breiter aufgestellten Bachelor in Medien- und Wirtschaftspsychologie möchte ich mich mit diesem Master konkret auf die Personalthematik spezialisieren. Damit bin ich dann für einen Job in einer Beratung oder in der Personal(entwicklungs)-Abteilung eines Unternehmens qualifiziert. Welchen Weg ich einschlage – ob als externer oder interner Spezialist –, das kann ich jetzt noch nicht sagen. Beides hat seinen Reiz für mich.

 

Worauf kam es bei der Bewerbung an dieser so bekannten Universität an?

Ich habe mich bei mehreren britischen Universitäten beworben und alle schauen auf vielerlei Aspekte bei den Bewerbern. Gute Noten im Bachelorstudium sind natürlich eine Voraussetzung, genauso wie ein gewisses Maß an Englischkenntnissen. Auch muss jeder Bewerber zwei gute Empfehlungsschreiben von Professoren aus dem Bachelorstudium angeben können. Neben diesen „harten Auswahlkriterien“ denke ich aber auch, dass meine Berufserfahrung in meiner Auszeit zwischen Bachelor und Masterbewerbung von Vorteil waren. Außerdem muss jeder Bewerber seine Motivation für das angestrebte Studium und die Hochschule in einem kurzen Motivationsschreiben darlegen. Auch hier sollte man es schaffen, seine genauen Beweggründe in wenigen Worten zu formulieren.

Was im Einzelnen den Ausschlag für die Zusage gegeben hat, kann ich also gar nicht genau sagen. Das Gesamtbild war der Uni vermutlich wichtig.

 

Nach dem Bachelorstudium haben Sie zunächst noch Berufserfahrung gesammelt. Wo beziehungsweise als was haben Sie gearbeitet?

Eher zufällig hat sich ergeben, dass ich zusammen mit einem Senior als Unternehmensberaterin arbeiten konnte. Unter anderem in mehreren Projekten bei einer Bank in Luxemburg zur Personalstrategie und Change Management in Workshops für Führungskräfte. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, Lehrerfahrung zu sammeln, als ich ein Semester lang die Erstis in meinem ehemaligen Studiengang unterrichtet habe.

 

„Die kleinen Lerngruppen und die direkte Nähe zu den Dozenten in Bezug auf den Unterrichtsstoff waren für mich von großem Wert.“

 

Sie haben zuvor B.A. Medien- und Wirtschaftspsychologie an der HMKW Köln studiert. Wieso haben Sie sich damals für diesen Studiengang entschieden und was hat Ihnen im Studium besonders gefallen?

Ich hatte mich 2012 für die Kombination Medien- und Wirtschaftspsychologie entschieden, um relativ breit aufgestellt zu sein. Ich war mir damals noch nicht sicher, in welche Richtung meine Interessen mich leiten würden, und wollte und konnte mich daher noch nicht festlegen – auch weil der Studiengang der Wirtschaftspsychologie damals noch einigermaßen neu war.

Für mich persönlich waren die kleinen Lerngruppen und damit die direkte Nähe zum Dozenten und dem Unterrichtsstoff von großem Wert. Es war Raum für Diskussionen gegeben und auch, um sich persönlich weiterzuentwickeln. Dass beispielsweise in fast jedem Modul ein Vortrag gehalten werden musste, war damals vielleicht erst mal nervig – dafür habe ich inzwischen keinerlei Probleme mehr, frei vor Gruppen zu sprechen, auch unvorbereitet.

 

„Dank der Vorträge im Studium habe ich heute keine Probleme mehr, frei vor Gruppen zu sprechen.“

 

Wo haben Sie Ihr Praktikum absolviert und was waren Ihre Aufgaben?

Ich war vier Monate bei Bayer Vital in Leverkusen in der Personalentwicklung. Dort habe ich mich um verschiedene Personalthemen gekümmert. Beispielsweise die Vor- und Nachbereitung der Personalkonferenzen, wo über die Weiterentwicklung der einzelnen Talente einer Abteilung gesprochen wird. Außerdem lief in der Zeit ein Projekt zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie, bei dem ich auch mitgewirkt habe.

 

Was sicherlich viele nicht wissen: Wir haben schon einmal ein Interview miteinander geführt. In unserem ersten Gespräch haben wir über das Thema Stipendium gesprochen, denn damals waren Sie zur Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes geworden. Wenn Sie zurückblicken: Inwieweit hat Ihnen das damals geholfen?

Ganz banal hat mir das Stipendium überhaupt erst die Möglichkeit eröffnet, mich in Großbritannien zu bewerben. Die Studiengebühren und die Lebenshaltungskosten dort wären andernfalls für mich nicht zu stemmen gewesen. Aber auch über den finanziellen Aspekt hinaus war und ist das Stipendium der Studienstiftung durch die angebotenen Seminare und vor allem auch das internationale Netzwerk von großem Wert.

 

Und zum Schluss – nennen Sie bitte drei Dinge, die Sie bei der Arbeit motivieren!

Ein hohes Maß an Freiheitsgraden/Verantwortung, ein hohes Maß an Vertrauen zwischen Vorgesetztem und Mitarbeitern sowie eine offene und wertschätzende Feedbackkultur, um persönliche Weiterentwicklung kontinuierlich zu ermöglichen.