Ab Januar Volontärin bei der Deutschen Welle: Studierende Warda Imran im Interview

Warda Imran, Studierende des M.A. Konvergenter Journalismus (seit WS 2020 M.A. Digitaler Journalismus, Anm. der Red.) steht in den Startlöchern für ihr Volontariat bei der Deutschen Welle in Bonn. Bevor sie jedoch ihre Koffer packt, haben wir mit ihr nochmal über ihre schönsten Momente und Erlebnisse an der HMKW, ihrer Mitarbeit beim Workshop Talent Campus_Video und ihr Studentenleben in Berlin gesprochen.

Warda Imran wird ab Anfang 2021 ein Volontariat bei der Deutschen Welle in Bonn absolvieren.

Warda Imran wird ab Anfang 2021 ein Volontariat bei der Deutschen Welle in Bonn absolvieren.

Was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an die HMKW denken?

Wenn ich an meine Zeit an der HMKW denke, fällt mir als Erstes das rote Backsteingebäude in der Ackerstraße ein, das zum Schauplatz vieler unvergesslicher und glücklicher Momente geworden ist.

Warum haben Sie sich für den Studiengang "M.A. Convergent Journalism" entschieden? Und warum haben Sie sich für die HMKW Berlin entschieden?

Ich war auf der Suche nach einem Programm, das meinen Bedürfnissen entspricht. Ich suchte nach einer Verbindung von Theorie und Feldpraxis und ich bin wirklich froh, dass ich genau das gefunden habe. Ich habe viel über Video- und Audiobearbeitung und -produktion gelernt  – etwas, das mir völlig fremd war. Der Begriff 'Konvergent' im Namen des Programms war das, was wirklich meine Aufmerksamkeit erregt hat. Nachdem ich mir viele Studiengänge in der EU und in Deutschland angeschaut hatte, habe mich schließlich für die HMKW entschieden. Dieser besondere Studiengang hat mich einfach gereizt und inspiriert.

Haben Sie vor oder während Ihres Masterstudiums bereits Berufserfahrungen gesammelt, von denen Sie uns gerne berichten würden?

Ja, ich habe bei einer der führenden englischen Zeitungen Pakistans im News Desk gearbeitet und war im Bereich nationale Online- und Offline-Nachrichten tätig. Ich gehörte zu dem Team, das die Berichterstattung über die Wahlen in Pakistan 2018 geleitet hat, die mehr als 40 Stunden dauerte. Ich fand es wichtig, mir praktisches Wissen über den Bereich anzueignen, der mich inspirierte, und ich arbeitete fast zwei Jahre lang am News Desk, bevor ich mich schließlich nach Deutschland verabschiedete.

Welches Seminar/Projekt hat Ihnen bisher am besten gefallen?

Das ist eine schwierige Frage, vor allem, weil ich die Herausforderungen und Erfolge aller Projekte, die wir durchgeführt haben, wirklich genossen habe. Ich glaube, unsere Berichterstattung über die re:publica 2019 hat mir vor allem deshalb gefallen, weil es eine großartige Konferenz war und ich viele wichtige einflussreiche Personen aus der ganzen Welt getroffen habe. Mir hat auch der Talent Campus Video-Workshop sehr gut gefallen, weil ich ein Multimedia-Neuling war, als ich an die HMKW kam. Dank der Seminare und der Impulse unserer Professoren kann ich jetzt viel mehr umsetzen als zuvor.

Wie war es, Teilnehmerin des Workshops Talent Campus_Video zu sein? Was hat Ihnen am besten gefallen?

Es gab einen bestimmten Tag, an dem Jost Listemann uns beibrachte, wie man verschiedene Blickwinkel einer Person aufnimmt, die eine Treppe hinuntergeht, je nachdem, welchen Ton und Kontext man der Szene geben möchte. Es war so schwierig, die richtige Art und Weise, eine Geschichte zu erzählen, einzufangen, und es war so befriedigend, als wir es schließlich richtig hinbekommen haben. Ich glaube, das ist der Moment, an den ich mich immer erinnern werde, denn Jost war so geduldig mit uns und ermutigte uns zum Experimentieren. Es hat wirklich Spaß gemacht.

 

Wie ist das Leben in Berlin? War es einfach für Sie, sich einzuleben? Würden Sie gerne hierbleiben?

Oh, ich liebe Berlin einfach. Als ich umzog, hatte der Winter gerade erst begonnen, so dass die ersten Monate hart waren, wenn man aus einem heißen Land kommt, in dem die Temperaturen zwischen 29 und 38 Grad schwanken. Aber es ist eine fantastische Stadt. Es gibt nichts, was man hier nicht finden kann. Ich würde so gerne hier bleiben. Aber ich werde meine Koffer packen und für ein Jahr nach Bonn ziehen!

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Wollen Sie hauptberuflich Journalistin werden?

Ja, das ist der Plan! Mein Volontariat bei der Deutschen Welle beginnt im Januar. Ich bin also schon sehr, sehr aufgeregt. Das Programm ist fantastisch und es war ein ziemlich schwieriges Unterfangen unter die Top Ten zu kommen. Die Pandemie hat leider alles so schwierig und chaotisch gemacht. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass nun endlich wieder mehr Beständigkeit in mein Leben kommt und dieses spannende Projekt auf mich wartet.

Was raten Sie Studierenden, die sich für ein Studium in Deutschland/an der HMKW entscheiden?

Es gibt viele Ratschläge, die ich geben könnte, aber ich denke, der beste ist: Recherchiert viel, seid vorbereitet und findet heraus, was ihr wollt. Wenn ihr diese drei Dinge tut, bevor ihr nach Deutschland zieht, wird der Übergang reibungslos verlaufen. Wo auch immer ihr aus der Welt herkommt, es dauert eine Weile, bis man sich an die kulturellen Unterschiede gewöhnt hat. Aber man muss sich einfach durchschlagen und mutig sein. Sich an der HMKW einzuleben, würde ich sagen, ist sehr einfach, denn die Professoren sind großartig, es ist immer viel los. Es wird einem hier bestimmt nicht langweilig. Die HMKW hat es mir ermöglicht und mich dabei unterstützt, 2018 einen Studentenjob bei DW Documentaries zu bekommen - und dafür werde ich immer dankbar sein.

Welche Eigenschaften sollten Studierende aus Ihrem Studiengang haben?

Bleibt immer auf dem Laufenden (es ist nicht schwer!), verlasst eure Komfortzone, um mit verschiedenen Dingen zu experimentieren. Seid einfühlsam, aber kritisch gegenüber eurer Umgebung und stellt eine Menge Fragen! Solange ihr das macht, werdet ihr gut zurechtkommen.

Vielen Dank für das interessante Gespräch. Wir wünschen Ihnen schon jetzt alles Gute für Ihren Berufseinstieg bei der Deutschen Welle!