Rückblick auf die Arbeit der „studentischen PR-Agenturen“

Drei Monate lang haben Studierende der HMKW Köln kleine Projekt-PR-Agenturen betrieben und dabei für reale Auftraggeber Kommunikationskonzepte mit unterschiedlichen Schwerpunkten erstellt. In ihren Hausarbeiten haben die Studierenden ihre Konzepte jetzt ausführlich erläutert.

Die HMKW-Studierenden wurden bei der Lebenshilfe Bonn ausführlich gebrieft. Foto: Katrin Lankers

Im Rahmen der Module „Praxis der Unternehmenskommunikation“ und „Medien- und Kommunikationsmanagement“ haben Kölner HMKW-Studierende des B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation im Sommersemester 2018 reale Projektaufgaben bearbeitet, indem sie für einen gemeinnützigen Verein und ein Start-up Kommunikationskonzepte entwickelten. In Vierer-Teams traten sie zum Ende der Vorlesungszeit gegeneinander an, um den Auftraggebern in einem Wettbewerb (Pitch) die erarbeiteten Lösungen zu präsentieren. Dabei entstanden zahlreiche kreative Vorschläge, die vom werbenden Heißluft-Zeppelin über Image-Videos bis zur Social-Media-Kampagne reichten. Im Seminar von Prof. Dr. Katja Niemeyer betreuten die PR-Teams mit dem Start-up Bongour einen Kunden, der vor allem seine Bekanntheit erhöhen will. Bei der Lebenshilfe Bonn, für die dieselben Teams im Seminar von Prof. Dr. Matthias Kurp Kommunikationskonzepte erstellten, ging es vor allem darum, Personal für offene Stellen zu rekrutieren.

Lob von Lebenshilfe und Bongour

„Wir haben bewusst einen Profit- und einen Non-Profit-Kunden mit sehr unterschiedlichen Problemen ausgesucht“, erklärt Prof. Dr. Kurp. „Die Aufgabenstellungen waren so, wie sie zum Alltag von PR-Agenturen gehören“, ergänzt Prof. Dr. Niemeyer. Weil das Thema Kommunikationskonzept gleichzeitig in zwei Seminaren behandelt und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde, blieb genügend Raum für Theorie und Praxis. Die Studierenden informierten sich beim Briefing, besuchten die Kunden vor Ort, recherchierten Marktbedingungen, verhandelten mit potenziellen Partnern, kalkulierten Kosten, produzierten Vorlagen für Werbemittel und präsentierten ihre Konzepte schließlich den Kunden.

„Da waren sehr viele gute Ideen dabei“, lobten die Bongour-Gründer Marco und Victor González nach dem Pitch. Auch Susanne Land von der Lebenshilfe Bonn war beeindruckt: „Es wurde sehr professionell und kreativ gearbeitet“, urteilte die Expertin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, als die Jury ihr abschließendes Urteil verkündete. Und wie lautete das Fazit der Studierenden? „Wir haben durch das Arbeiten für die beiden Unternehmen sehr gute Einblicke in die PR-Arbeitswelt erhalten“, bilanzierte Student Timo Küsters zufrieden.