Amra Fetiqi gewinnt Anfachen Award 2022

Die Grafikdesign-Studierende Amra Fetiqi vom Campus Frankfurt reichte auf Hinweis von Dozent Prof. Stephan Nau ihre Arbeit beim Design Wettbewerb "Anfachen Award 2022" ein und staunte nicht schlecht, als ihr Gewinnerplakat in Hamburg ausgestellt wurde. Ein Plakat zum Thema Natur. Insgesamt wurden sage und schreibe 725 Plakate aus 38 Ländern eingereicht. Wir wollten mehr über diesen grandiosen Erfolg wissen.

Wie sind Sie zu diesem Wettbewerb gekommen und warum haben Sie sich dafür entschieden, daran teilzunahmen?

Prof. Nau erwähnte den Wettbewerb im Unterricht und betonte, dass die Teilnahmefrist in 4 Tagen endet. Es sei für uns von Vorteil, wenn wir an solchen Design-Wettbewerben teilnehmen. Ich fand die Themen Nature & Humanity spannend, deshalb fing ich direkt an, meine Ideen aufzuschreiben und zu skizzieren, ohne groß darüber nachzudenken, ob ich jetzt wirklich mitmache. Jedoch hatte ich so viele Ideen, dass es schade gewesen wäre, nichts davon einzureichen.

Was hat Sie zu Ihrem Plakat inspiriert?

Ich habe mich von Beiträgen, Infoposts sowie bereits vorhandenen Plakaten zu dem Thema inspirieren lassen. Danach habe ich überlegt, was mich ansprechen würde. Wie kann ich das Thema auf eine moderne Art und Weise ansprechen, sodass es auch eine jüngere Zielgruppe erreicht. Wie die meisten Bewerber:innen ging ich auf das Thema 'Klima' ein. Mein Ziel war es, dem Plakat einen starken Ausdruck zu verleihen, der zum Nachdenken anregt.

Wie war der Entstehungsprozess?

Beim Skizzieren war mir klar, dass ich das Thema modern und zeitgemäß ansprechen will. Bei den zwei Begriffen dachte ich sofort an die Generation Internet. Klimaschutz ist hingegen ein Thema, das beängstigend sein kann, da die prognostizierten Folgen beängstigend sein können. Den ausgewählten Wortlaut "please try again" kennt man aus dem Internet, wenn dort etwas nicht funktioniert. Das war für mich der Zusammenhang, wie ich das Thema rüberbringen kann. Etwas nochmal versuchen, weil es nicht funktioniert hat. Klimaschutz verstärkt angehen, weil die bisherigen Bemühungen nicht ausgereicht haben.

Ich wollte den Sätzen einen starken Ausdruck geben, somit hielt ich den Hintergrund schlicht schwarz. Oft neigt man im Design dazu, noch mehr Farben, mehr Designelemente, mehr Bilder einsetzen zu wollen, doch mir war es hierbei wichtig, nach dem Motto 'weniger ist mehr' zu arbeiten. Ich habe insgesamt an vier eingereichten Plakaten ca. zwei Tage gearbeitet - wie gesagt war die Deadline ohnehin schon in vier Tagen. Dadurch, dass ich voller Ideen und Motivation war, hat es einfach Spaß gemacht.

Haben Sie die Ausstellung in Hamburg mittlerweile gesehen?

Leider war es mir zeitbedingt nicht möglich dorthin zu fahren, um die Ausstellung zu sehen, aber ich habe einige Bilder und Berichte darüber gesehen.

Haben Ihnen Erfahrungen, die Sie an der HMKW gemacht haben, bei dem Wettbewerb weitergeholfen?

Auf jeden Fall. Ich habe bis jetzt sehr viel über den Prozess von der Idee und Zielgruppenanalyse bis hin zur Veröffentlichung gelernt und konnte dies beim Gestalten alles anwenden. 

Mehr zum Anfachen Award 2022:

Der Anfachen Award ist ein politischer Plakatwettbewerb, der jährlich stattfindet. 2022 war er unter dem Thema „Nature“ geplant, das aufgrund des Ukrainekrieges spontan auf das Sujet "Humanity“ erweitert wurde. Die gedruckten Siegerplakate wurden im öffentlichen Raum mit einer Paradeneröffnung ausgestellt und waren bis 10. August 2022 in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg zu sehen. Die Ausstellung zieht zudem noch in andere deutsche Städte weiter, sowie nach Dänemark, Schweden & Polen.