Über grafische Datenvisualisierung Geschichten neu erzählen

Wie datenbasierte Grafiken die Geschichte eines berühmten jungen Zauberers neu und (fast) ohne Wort erzählen können, zeigt die Bachelorarbeit über Informationsvisualisierung von Lea Krieger.

Student/in:Lea Krieger
Fachbereich:Design, Campus Köln
Betreuer/in:Prof. Markus Strick
Abschluss:Bachelor of Arts
Jahr:

Wintersemester 2017/18

 

Schon länger werden Informationsgrafiken als Werkzeug zur visuellen Aufarbeitung von Datenmengen genutzt. Die Absolventin des B.A. Grafikdesign und Visuelle Kommunikation Lea Krieger hat sich in ihrer Abschlussarbeit mit dem Titel „Informationsvisualisierung: Verarbeitung und Interpretation von Masseninformation“ damit befasst, wie große Datenmengen in Grafiken mit hohem gestalterischem Anspruch und inhaltlicher Komplexität visualisiert werden können.

Die ausführliche Grundlage der Abschlussarbeit an der HMKW Köln bilden theoretische Überlegungen über Information und Kommunikation, Grundlagen und Vorbilder der Informationsvisualisierung sowie Einflüsse aus zeitgenössischem Design.

Als Datengrundlage für die eigene Umsetzung wählte die Absolventin die Romanreihe „Harry Potter“ der britischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling. In sieben Bänden auf über 4000 Seiten wird, dank detaillierter Schilderungen eines eigenen Universums einschließlich dessen Figuren, Beziehungen, Traditionen, des Bildungs- und des politischen Systems, der Geschäftswelt etc., eine Vielzahl an themenspezifischen Daten und Informationen dargeboten. Lea Krieger entschied sich für insgesamt sieben Themenkomplexe, darunter Zaubererduelle, Handlungsorte und Charaktere.

Dabei wurden die verwendeten Daten bemerkenswerterweise ohne die Unterstützung datenverarbeitender Computerprogramme gesammelt, ausgewertet, strukturiert und schließlich visualisiert. Durch diese manuelle Herangehensweise, so die Absolventin, werde es dem Gestalter ermöglicht, die Daten „in ihrer Komplexität und Vielschichtigkeit gänzlich zu verstehen, um sie dann dementsprechend sinnvoll zu visualisieren.“ Ziel der Visualisierung ist die Veranschaulichung der inhaltlichen Bedeutung der Daten.

Die Visualisierung wurde über verschiedene Gestaltungsaspekte gelöst, darunter Typografie, Farbe und grafische Elemente. Entstanden sind höchst detailreiche Grafiken, die über die jeweiligen Legenden und die Anleitung zum Lesen erschlossen werden können.

Lea Krieger hat ihre Bachelorarbeit an der HMKW Köln in der Semesterausstellung Wintersemester 2017/18 sowie auf der Einzelausstellung „Datenkunst – Die Geschichte von Harry Potter hinter jeder Linie“ in der Hundert Galerie präsentiert.

Aktuell kann die Ausstellung nach individueller Terminvereinbarung mit der Künstlerin über hallo (at) leakrieger.com besucht werden. Nähere Info in der Facebook-Veranstaltung unter https://www.facebook.com/events/393842011085699/