Künstliche Intelligenz im Human Resource Management

Marcel Isbert, Innovation Consultant & Coach, Experte für KI, hielt im Rahmen das Fachbereichs Medien- und Wirtschaftpsychologie einen Gastvortrag zum Thema "Künstliche Intelligenz in HR".

HMKW Frankfurt Medien- und Wirtschaftspsychologie Gastvortrag Marcel Isbert Künstliche Intelligenz im Human Resource Management

Marcel Isbert, Innovation Consultant & Coach

Die künstliche Intelligenz (KI) engl. Artificial Intelligence (AI) ist seit mehreren Jahren ein breit diskutiertes Thema. Die KI wird immer besser, schneller und bedarf mehr Unterstützung von Fachkompetenzen. Dabei stehen nicht mehr nur die IT-Fachleute, sondern auch andere Fachleute im Fokus. Die dafür benötigten und aufbereiteten Datenwolken werden immer größer und unspezifischer. Es werden mehr Daten gesammelt, als man auswerten kann.

Das Buzzword-Bingo der großen Medien und Unternehmen ist beinahe inflationär, wenn es um die künstliche Intelligenz geht. Die Menschen sprechen über intelligente und selbstlernende Maschinen und Systeme. Der Mensch rücke in Unternehmen immer mehr in den Hintergrund und sei bald nicht mehr notwendig. Die künstliche Intelligenz hat einen positiven Output auf die „Future of Work“. Durch den Einsatz der KI werden bis zum Jahr 2020 weltweit 1,8 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen, aber 2,3 Millionen werden neu entstehen.

Marcel Isbert behandelte in seinem Gasvortrag daher folgende Fragen:

  • Was ist eigentlich eine künstliche Intelligenz?
  • Wem und wie hilft die künstliche Intelligenz im Human Resource Management (HRM)?
  • Wie werden fundierte Ergebnisse generiert und Entscheidungen getroffen?
  • Wofür benötigt man psychologische Kompetenzen in Systemen mit künstlicher Intelligenz?

Ein sehr wichtiger Teil des Human Resource Management verarbeitet die Informationen über die Mitarbeiter und befragt das gesamte Unternehmen. Dabei werden viele Daten gesammelt, jedoch nicht ausgewertet oder vollständig genutzt. Für kleine und große Unternehmen müssen Informationen nicht nur schnell, agil und effektiv gesammelt werden, sondern richtig selektiert und optimiert werden. Der entscheidende Faktor bleibt hierbei der Mensch, der in Interaktion mit den Maschinen bleibt.

Marcel Isbert, zurzeit tätig bei Pegalion (Beratung & Consulting) berichtete beispielsweise von einer Mitarbeiterbefragung bei Lufthansa, bei der 35.000 Mitarbeiter teilgenommen haben und die durch eine KI gestützt wurde, welche Textfelder frei filterte.

Zudem zeigte Isbert anhand von praktischen Beispielen aus der freien Wirtschaft, wo bereits KI eingesetzt wird: Mercedes (Cockpit), Spotify (Musikvorschläge), Netflix (A/B-Testing im Coververgleich). Insgesamt handle es sich aktuell noch um "schwache KI".