Jasmin Koch nimmt zum zweiten Mal Hörfestival-Preis entgegen

Jasmin Koch arbeitet beim Jugendradio Klangbrett und konnte beim"Hört-Hört" Wettbewerb gleich zwei mal einen Erfolg verbuchen. Was genau das heißt und was das mit Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni zu tun hat, erläutert sie im folgendem Gespräch, welches noch 2021 statt gefunden hat.

Du studierst "Journalismus & Unternehmenskommunikation" am Campus Frankfurt. Gab es ein Highlight oder ein Projekt, welches dir besonders Spaß gemacht hat?

Als Audio-Fan war natürlich das Modul „Radio Journalismus“ eines meiner liebsten, aber generell freue ich mich über jede Möglichkeit neben dem wissenschaftlichen Arbeiten auch mal in die Praxis-Kiste greifen zu können. Für mich ist Journalismus mehr als News – ich möchte Geschichten erzählen und der Journalismus bietet hierfür so viele tolle Möglichkeiten. Aber auch die Unternehmenskommunikation kann Geschichten: Im dritten Semester durfte ich einen Image-Film für eine Bereitschaft des Roten Kreuzes drehen – das war für mich auch ein Herzensprojekt.

Du hast Ingo Zamperoni im Rahmen des Jungjournalistentags interviewen können. Erzähle uns etwas darüber.

Ingo Zamperoni interviewen zu dürfen, war und ist definitiv ein Highlight, auf das ich auch mehr als zwei Jahre später noch gerne zurückblicke. Es wäre gelogen zu sagen, dass ich nicht aufgeregt war – vermutlich wäre ich ohne lieben Beistand vor Aufregung gestorben (lacht) – immerhin hat man diese Möglichkeit nicht jeden Tag. Das Interview selbst war eine ganz tolle Erfahrung und Herr Zamperoni ist trotz seiner Bekanntheit bodenständig geblieben und war ein überaus dankbarer und sehr sympathischer Gesprächspartner.

Außerdem hast du zweimal das Siegertreppchen beim Hört-Hört Wettbewerb erklimmen können: Du hast einmal den 2. und dieses Jahr sogar den 1. Platz gemacht. Worum ging es dabei und wie war das für dich?

Der Wettbewerb „Hört Hört!“ findet jedes Jahr statt – in der Regel mit einer Preisverleihung beim Hörfest im Kulturforum Fürth. Hier können alle Schul-, Jugend- oder Campusradios aus Franken Beiträge und Sendungen einreichen und haben dann die Chance auf einen Preis. 2020 durfte ich mit meinem Beitrag basierend auf dem Interview mit Ingo Zamperoni in der Kategorie „Miteinander reden“ den 2. Preis entgegennehmen, in diesem Jahr war es dann nicht die Sonderkategorie, sondern die der „Airchecks“. Hierbei geht es um die Moderation der Sendung.

Der 13. Februar ist der Welttag des Radios und diesen Tag wollten wir bei Radio Klangbrett in Aschaffenburg in diesem Jahr feiern – und wie ginge das besser als mit jemandem aus dem Radio-Metier. In unserer Donnerstagssendung am 11.02.2021 durfte ich dann eine Radiogröße aus der Region begrüßen: Tobi Kämmerer von hr3 hat sich die Zeit genommen und mit mir z.B. über das Radio als Medium, den Alltag als Journalist und auch seinen Werdegang gesprochen.

Zu sehen, dass die Arbeit, die man als Journalist macht und die mir persönlich so viel Freude bereitet, bei anderen gut ankommt, ist ein ganz tolles Gefühl.
In diesem Jahr konnten wir trotz Corona vor Ort das Hörfest feiern – in diesem Raum zu sitzen und in die ganzen tollen Gewinner-Beiträge reinzuhören ist eine ganz tolle Erfahrung. Die Kategorie „Aircheck“ ist die letzte: Die Spannung, ob man einen Preis bekommt, oder es bei der Nominierung bleibt, ist da wirklich groß und wird mit jeder Minute, die man wartet, größer und größer. Dieser Moment, in dem dann auf einmal die eigene Stimme aus den Lautsprechern schallt und man realisiert, dass man einen Preis bekommt, das ist unbeschreiblich toll! Das kann man auch nicht direkt verarbeiten.

Du bist nebenbei beim Radio Klangbrett tätig. Wie kam es dazu?

Vor dem Studium habe ich verschiedene Praktika gemacht, in denen ich wahnsinnig viel lernen durfte und für die ich bis heute so, so dankbar bin. Im Funkhaus Aschaffenburg hatte ich dann eine Mitpraktikantin, die mich dann mit zu Radio Klangbrett genommen hat – dafür werde ich ihr auf ewig dankbar sein! Radio Klangbrett ist das Jugendradio des Stadtjugendring Aschaffenburgs - in diesem Rahmen der Jugendarbeit darf man so viel ausprobieren und auch Fehler machen, aus denen man dann lernen kann. Im Journalismus geht es sehr viel ums Machen, nur so kann man sehen, was funktioniert, was man kann und wohin man möchte, und diese Möglichkeit habe ich hier. Die wenigsten Jugendradios senden live und fahren die Sendung im Studio selbst – etwas was bei großen Sendern ganz alltäglich ist und was wir bei Klangbrett lernen dürfen.

Du bist jetzt im 7. Semester - gibt es schon Pläne für die Zukunft?

Pläne sind so eine Sache – ich glaube spätestens seit Corona wissen wir alle, wie schnell diese sich in Luft auflösen. Erst einmal steht für mich aber der Bachelor an und danach – mal sehen. Ein Volontariat ist natürlich eines meiner Ziele, denn die Praxis im täglichen Arbeiten ist etwas ganz Wertvolles.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!