Gastvortrag über Herausforderungen der digitalen Transformation

Dr. Michael Plasse, Verlagsleiter vom SPIEGEL und Geschäftsführer vom manager magazin, besuchte am 18.1. die HMKW in Frankfurt und redete offen über die Herausforderungen, vor denen sich der SPIEGEL-Verlag derzeit gestellt sieht.

Dr. Sven Dierks (li.), Dozent an der HMKW Frankfurt, mit seinem Gast Dr. Michael Plasse, Verlagsleiter des SPIEGEL.

Dr. Sven Dierks (li.), Dozent an der HMKW Frankfurt, mit seinem Gast Dr. Michael Plasse, Verlagsleiter des SPIEGEL.

Hochwertige journalistische Berichterstattung ist einer der Grundpfeiler in einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft, so das Fazit des Gastreferenten Dr. Plasse. Entsprechend werde es für solche Angebote auch immer Bedarf geben. Michael Plasse besuchte die Medienhochschule auf Initiative von Ex-Spiegel-Mann Dr. Sven Dierks, Dozent an der HMKW Frankfurt.

Schwerpunkt im derzeit laufenden Transformationsprozess ist die Frage, wie man Qualitätsjournalismus wirtschaftlich tragfähig gestalten kann. Hier experimentiert der Verlag mit Paid-Content-Konzepten und mit neuen Printinnovationen, die einen hohen Kostendeckungsbeitrag haben.

Der anstehenden Marktbereinigung im Zeitschriftensektor sieht Plasse für sein Haus gelassen entgegen. Als umsatzstärkster Einzeltitel werde der SPIEGEL gestärkt aus dieser Phase hervorgehen. Überhaupt werde die Entwicklung der Printlandschaft zu kritisch gesehen: In den letzten Jahren gab es eine Vielzahl erfolgreicher Launches von Printobjekten im Markt. Auch andere Branchen übrigens stehen am Anfang einer Transformationsphase: Automobilhersteller, die weiterhin auf die Verbrennungsmotortechnik setzen und nicht an alternativen Konzepten arbeiten, werden absehbar ebenfalls vor großen Herausforderungen stehen.

Die Studierenden aus den Fachrichtungen Journalismus und Kommunikation, Medienmanagement sowie Medien- und Wirtschaftspsychologie erhielten wertvolle Insider-Einblicke in eine im Umbruch befindlichen Branche, die auch ihr künftiges Arbeitsumfeld werden könnte. Vortrag und Diskussion haben den Zeitplan deutlich überstrapaziert; hoffen wir, dass Dr. Plasse seinen Folgetermin mit nicht allzu viel Verspätung erreicht hat.