Bundesdigitalminister übergibt Förderurkunden für Projekt unter HMKW-Forschungsbeteiligung

Für das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Chronolite hat Prof. Dr. Sebastian Schnieder vom Fachbereich Psychologie der HMKW einen Förderbescheid aus dem Ministerium von Bundesminister Volker Wissing entgegengenommen. Bis einschließlich Dezember 2024 wird der HMKW-Professor im neu gegründeten HMKW Research Lab in Düsseldorf an dem mit insgesamt 3,27 Millionen Euro geförderten Projekt mitwirken.

Prof. Dr. Schnieder von der HMKW nimmt den Förderbescheid von Staatssekretär Höppner entgegen. Foto: Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Prof. Dr. Schnieder von der HMKW nimmt den Förderbescheid von Staatssekretär Höppner entgegen. Foto: Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Die kürzlich erfolgte Zeitumstellung auf die Winterzeit hat das Thema Licht und dessen Auswirkungen auf uns Menschen wieder einmal auf die mediale Agenda gebracht. Dass Licht, egal ob Sonnenlicht oder künstliche Beleuchtung, Einfluss auf unser Wachsein, unsere Konzentration, unser Befinden und nicht zuletzt unsere Gesundheit hat, ist vielfach untersucht und bewiesen worden. Trotzdem existiert bisher „weder ein Industriestandard für die Beleuchtungssteuerung, noch gibt es standardisierte Anforderungen an Lichtqualität und chronobiologische Wirksamkeit“, wie Dr. Achim Leder von der Hamburger jetlite GmbH in einer Pressemitteilung zum Forschungs- und Entwicklungsprojekt Chronolite schreibt. Das Unternehmen ist Initiator und Konsortialführer des Projekts, an dem sich neben der HMKW auch der Automobilzulieferer HELLA aus Lippstadt, die Technische Universität Ilmenau, die Dreitausendsassa GmbH aus Hamburg, die Charité-Universitätsmedizin Berlin und das Institut für experimentelle Psychophysiologie GmbH aus Düsseldorf beteiligen. Das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung aus Dresden, die Flughafen Dortmund GmbH und Lufthansa Technik AG aus Hamburg unterstützen das Forschungsvorhaben als assoziierte Partner.

Ziel des Projekts ist es, ein digitales Ökosystem zur Entwicklung eines Internet-of-Things-basierten Industriestandards für die Vernetzung von adaptiver chronobiologisch wirksamer Beleuchtung im Alltag, genauer gesagt im Mobilitätsumfeld und angrenzenden Lebensbereichen, zu schaffen. Als wissenschaftliche Institution steuert die HMKW personelle und räumliche Ressourcen bei. Prof. Dr. Sebastian Schnieder, der an der HMKW in den Studiengängen B.Sc. Medien- und Wirtschaftspsychologie sowie M.Sc. Wirtschaftspsychologie an der HMKW lehrt, wird im Rahmen des Projekts die chronobiologischen Auswirkungen und Anforderungen von und an Beleuchtung untersuchen. Die Projektbeteiligung findet vorwiegend im neu geschaffenen HMKW Research Lab in räumlicher Nähe zu einem der anderen Projektpartner in Düsseldorf statt.

Das Projekt ist Teil der Innovationsoffensive Künstliche Intelligenz in der Mobilität und wird mit insgesamt 3.267.000 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Neben Vertreter:innen der anderen Partner nahm Prof. Schnieder in Berlin nun den Förderbescheid aus den Händen des Staatssekretärs Hartmut Höppner von Bundesdigitalminister Volker Wissing entgegen.

Prof. Schnieder: „Im Alltag kommen wir alle auf unterschiedliche Weise mit Licht in Berührung. Das Projekt birgt ein immenses Potenzial zu Verbesserung von sicherheitsrelevanten und gesundheitlichen Aspekten des Einsatzes von intelligenten Lichtlösungen im Mobilitätssektor.“

Zur Pressemitteilung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr vom 25.11.2022

Zur Meldung auf logistra.de vom 25.11.2022