Auslandssemester in Coventry, Großbritannien

Miriam Barthels, Studierende im B.A. Medien- und Eventmanagement an der HMKW Berlin, hat ihr Auslandssemester mit dem Erasmus-Programm an der Coventry University in England verbracht. Hier erzählt sie von ihren Erfahrungen im Wintersemester 2015/16. 

Am 15. September 2015 habe ich Berlin hinter mir gelassen und bin mit dem Flieger am Nachmittag in Birmingham gelandet. Über verschiedene Portale habe ich mir glücklicherweise schon im Voraus ein Zimmer in einer Studenten-WG sichern können. Ich habe mich dazu entschlossen ein Semester in der Partnerstadt von Dresden zu studieren. Coventry wurde vor 75 Jahren von der Deutschen Luftwaffe angegriffen. Dementsprechend ist das Stadtbild sehr modern und industriell. 

Birmingham ist die nächst größere Stadt und nur 15-20 Minuten mit dem Zug von Coventry entfernt. Ich wurde voller Erwartung von einem meiner 3 Mitbewohner am Bahnhof empfangen, was das Ankommen ungemein vereinfacht und viel schöner gemacht hat. Abends wurde dann gemeinsam gekocht und viel ausgetauscht. Die ersten Tage waren noch frei von Uni, deswegen habe ich mich losgemacht um die Stadt etwas zu erkunden. Coventry ist überflutet von Unigebäuden und somit konnte ich die Uni auch nicht verfehlen. Ich wohnte nur 7 Minuten Fußweg von der Bibliothek, dem Business Gebäude und dem Hauptcampus entfernt. Anders als die HMKW ist die Coventry University eine sehr große Uni, sie ist zu vergleichen mit der Humboldt-Universität Berlin. Sie besteht aus mehreren Fakultäten, wie zum Beispiel aus der Business and Law Faculty, der Media Faculty und der Medical Faculty.

In der Introduction week wurden wir mit den Erstsemestern gut in das System der Uni eingeführt und von den Älteren mit einem Feiermarathon von 7 Tagen/Nächten willkommen geheißen. Schnell hat man Gleichgesinnte gefunden und Leute aus den unterschiedlichsten Nationen kennengelernt. 

Ich habe mich entschieden an dem großen Sport und Social Angeboten teilzunehmen, um besser mit Locals in Kontakt zu kommen. Somit habe ich mich im Lacrosse-Team angemeldet und habe mein fantastisches Mädchenteam kennengelernt. Außerdem wurde dieses um ein Jungsteam ergänzt mit denen wir oft gemischt gespielt haben. Neben dem Training, das zweimal die Woche stattfand, und den Spielen jeden Sonntag, haben wir uns jeden Mittwoch zur Social Night getroffen. Da hat man sich ganz unsportlich in einer Bar getroffen und mit anschließenden Clubgang das Bergfest gefeiert. Ich bin im Nachhinein sehr froh, weil mir erstens die Sportart total ans Herz gewachsen ist und zweitens, dadurch ein tolles Teamgefühl entstanden ist und die Mädels und Jungs gute Freunde geworden sind. 

Neben dem Sport habe ich natürlich auch studiert. Ich hatte drei Kurse, was auf den ersten Blick sehr wenig klingt, aber da diese sehr intensiv waren und jeder Kurs mit zwei Kursarbeiten zusammen hingen war es doch sehr viel. Ich habe sehr viel Zeit in der wirklich schönen Uni-Bibliothek verbracht um 5 Hausarbeiten zu schreiben und um einige Projektarbeiten zu meistern. Glücklicherweise hatte ich aufgrund der vielen Hausarbeiten nur noch eine Prüfung im Januar. 

Nach den intensiven vier Monaten Studium war ich noch 5 Wochen auf eigener Faust mit vielen Couchsurfing- und Hitchhiking-Erlebnissen in Schottland, Irland und England unterwegs. 

Mein Fazit: Ein Semester im Ausland mit Erasmus werde ich jedem empfehlen, denn für mich war es eine sehr gute Erfahrung. Es gab viel zu feiern, das kann ich nicht leugnen, doch auch die Erfahrung in einer anderen Kultur, in anderen Gewohnheitskreisen zu leben und zu studieren hat mich geprägt und hat mir viel gebracht. 

Es gab nicht nur schöne Erlebnisse. Auch ich hatte meine persönlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen, doch im Großen und Ganzen hat mich die Zeit mit vielen Erfahrungen, tollen Kontakten und großer Entwicklung weiter gebracht. Die Kurse in Coventry haben mein Studium sehr gut ergänzt und einiges an Extrawissen beigetragen. Außerdem hatte ich die Chance mein Englisch zu festigen und auf wissenschaftlichen Gebiet gut zu erweitern. Ich möchte mich bei Allen bedanken, die das möglich gemacht haben. 

Das International Office berät HMKW-Studierende, die im Ausland studieren möchten.