Am Puls der Zeit: Laura Braeunig über ihre Tätigkeit als PR-Beraterin

Laura Braeunig ist erfolgreich in der PR-Branche angekommen. Nach beruflichen Stationen beim rbb Fernsehen sowie als Freelancerin für diverse Unternehmen und Agenturen ist sie nun seit 2019 PR-Beraterin bei der Agentur PIABO. Im Alumni-Interview erzählt sie, wie sie ihren eigenen Berufsweg gefunden hat und wie ihr Studium an der HMKW Berlin ihr dabei geholfen hat.

Journalismus-Absolventin Laura Braeunig arbeitet jetzt als PR-Beraterin

Journalismus-Absolventin Laura Braeunig arbeitet jetzt als PR-Beraterin

Was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an die HMKW denken?

Ich habe an der HMKW eine sehr prägende Zeit erlebt und immer gerne studiert und war interessiert daran, Neues zu lernen. Im ersten Semester hatte ich einen Kurs bei Prof. Dr. Schulz über die Grundlagen der Wissenschaft. Wir haben viel über verschiedene philosophische Ansätze gelernt. Das hat mir eine völlig andere Perspektive gegeben.

Sie haben den Studiengang B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation studiert. Als was arbeiten Sie nun?

Mittlerweile arbeite ich als PR-Beraterin bei PIABO, einer Agentur, die sich auf PR für tech-getriebene Themen spezialisiert hat.

Konnten Sie zuvor bereits weitere Berufserfahrungen sammeln, von denen Sie uns gerne berichten würden?

Ich war zuvor als Freie beim rbb Fernsehen. Dort habe ich als Redaktionsassistentin gearbeitet, aber auch ein paar Beiträge als Autorin verwirklichen können. Gleichzeitig habe ich als Freelancerin im Bereich PR und Content Creation gearbeitet – für Unternehmen und auch bei Agenturen. Als Mutter eines kleinen Sohnes habe ich mich dann aber entschieden, in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln, um eine gewisse Konstante in meine Arbeitszeit zu bringen.

Zu welchem Zeitpunkt während des Studiums sind Sie auf Ihren Berufswunsch gekommen? Hat das Praktikum eine Rolle bei der Berufswahl gespielt?

Vor meinem Studium habe ich bereits eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich abgeschlossen. Ich war also nicht gänzlich unerfahren und habe auch während meines Studiums als Werkstudentin konstant Erfahrung gesammelt. Während meines Pflichtpraktikums bei VICE habe ich dann mein Interesse an der redaktionellen Arbeit entdeckt und wollte vor allem mehr mit dem Format Video arbeiten. So bin ich dann schließlich beim rbb gelandet und habe dann anschließend bei einem Start-up federführend Videoportraits redaktionell verwirklicht – also den gesamten Prozess geleitet. Von der Konzeption, Storyline, über das Texten, teilweise bis hin zum Drehen und Begleiten des Videoschnitts.

Warum haben Sie sich damals für den Studiengang B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation entschieden? Und warum haben Sie sich für ein Studium an der HMKW entschieden?

Ich habe gezielt nach einem Studiengang gesucht, der Journalismus und geleitete Kommunikation im Bachelor zusammenfasst. Außerdem wusste ich, dass es keinen besseren Ort für ein Kommunikationsstudium geben würde als Berlin. Berlin ist die Hauptstadt. Hier sitzen viele Medienunternehmen und Agenturen und hier passiert einfach so viel: ob politisch, gesellschaftlich oder kulturell.

 

Welche Inhalte aus dem Studium finden sich in Ihrer Arbeit wieder bzw. helfen Ihnen dabei?

Es ist eher das Gesamtwissen, das ich mir während meiner Zeit an der HMKW angeeignet habe und welches ich bei meiner Arbeit täglich anwende. Zu wissen, wie man Studien liest, bewertet und eine Essenz daraus zieht, ist für meine Arbeit sehr wichtig. Denn hier ist es erforderlich, komplexe Themen zu verstehen sowie in einen relevanten Kontext zu setzen.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Ich möchte noch versierter werden auf dem Gebiet der PR und noch mehr Erfahrung sammeln. Mittelfristig ist mein Plan, mein Know-how aus der Videoproduktion in meine Arbeit einfließen zu lassen und wieder mehr redaktionell zu arbeiten und Videoproduktionen zu verwirklichen. Denn das Format Video wird auch im Bereich PR immer relevanter.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit besonders und was stellt eine Herausforderung dar?

Ich liebe es, am Puls der Zeit zu sein. Zu wissen, dass die Unternehmen, die wir betreuen, teilweise die Zukunft gestalten. Ich mag es außerdem, komplexe Themen immer wieder auf einen Kern herunterzubrechen, um zu verstehen, was wirklich dahintersteckt.

 

Wie ist die Bewerbungsphase verlaufen?

Ich habe gezielt nach PR-Agenturen gesucht und bin so schnell auf PIABO gestoßen. Dort habe ich auch eine passende Stellenausschreibung gefunden und mich einfach beworben. Danach wurde ich zu zwei Vorstellungsgesprächen eingeladen und hatte dann die Zusage.

Welchen Rat würden Sie neuen Studierenden geben?

Für mich war es von großem Vorteil, neben dem Studium zu arbeiten und schon einmal ein bisschen Luft im Berufsleben zu schnuppern. Das erleichtert den Einstieg ins Arbeitsleben und man kann auch gleichzeitig vorfühlen, in welchem Bereich man später einmal arbeiten möchte.

Welche Eigenschaften sollten Studierende aus Ihrem Studiengang haben?

Das ist schwer zu beantworten, denn es macht es ja gerade spannend, wenn viele Menschen mit verschiedenen Eigenschaften aufeinandertreffen. Gerade im Studiengang B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation finden viele Menschen mit verschiedenen Eigenschaften Platz. Eine Grundvoraussetzung wäre vielleicht ein gewisses Interesse an Kommunikation und ihrer Wirkung sowie ein Interesse an Medien und dem Weltgeschehen.

Vielen Dank, Frau Braeunig, für das Teilen ihrer Erfahrungen und das spannende Interview. Weiterhin alles Gute für Ihre Zukunft!