Neue Horizonte erobern: Svetlana Pavelko über ihre Arbeit als Marketing-Spezialistin

Bereits 2016 haben wir mit Svetlana Pavelko, Absolventin des B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation, über ihren Einstieg ins Berufsleben gesprochen. Was hat sich seitdem verändert? Welche neuen Erfahrungen konnte sie hinzugewinnen? Im Interview verrät Svetlana Pavelko nun mehr über ihre aktuelle Tätigkeit als Marketing-Spezialistin im medizinischen Bereich und welche Ziele sie sich für die Zukunft gesteckt hat.

Svetlana Pavelko ist jetzt beim Schweizer Unternehmen Sanoptis im Marketing tätig.

Svetlana Pavelko ist jetzt beim Schweizer Unternehmen Sanoptis im Marketing tätig.

Was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an die HMKW denken?

Viel, viel Praxis und interaktive Vorlesungen. Ich weiß nicht, ob die Lernunterrichten heute noch genauso gestaltet sind – sicherlich haben sich sehr viele Sachen verändert. Dass man immer mit den Dozenten direkt sprechen konnte, hat mir sehr gut gefallen. Diskussionen habe ich immer geliebt.

Wir haben bereits 2016 mit Ihnen über Ihren Berufseinstieg gesprochen. Damals waren Sie als Marketingmitarbeiterin und Grafikdesignerin tätig. Als was arbeiten Sie nun?

Ich bin Marketing-Spezialistin im medizinischen Bereich und arbeite für ein Schweizer Unternehmen – Sanoptis, das innovative Ophthalmologie-Netzwerk. Ich betreue unsere Kliniken sowohl offline als auch online. Zurzeit versuchen wir alle unsere Partner auf die gleiche Ebene zu bringen, d.h. Webseiten-Relaunch, Social-Media-Kampagnen, neue Printmaterialien. Außerdem leite ich zusammen mit einer Kollegin ein E-Learning-Projekt.

Welche Inhalte aus dem Studium finden sich in Ihrer Arbeit wieder bzw. helfen Ihnen dabei?

In Marketing-Bereich muss man immer auf dem Laufenden bleiben und sich ständig über Neuigkeiten informieren – sei es innovative Tools, Algorithmen oder Farbtrends. Im Studium haben wir uns ziemlich intensiv mit Projektplanung auseinandergesetzt und das hat mir sehr geholfen. Besonders bei großen Projekten muss man genau wissen, was man tut und wie man die Aufgaben zwischen anderen Teilnehmern verteilt. Auch die Zielsetzung ist das A und O.

Was schätzen Sie an Ihrer derzeitigen Arbeit besonders und was stellt eine Herausforderung dar?

Meine Arbeit ist facettenreich. Jeder Tag sieht anders als der nächste aus. Kreative Aufgaben sind mit wichtigen Entscheidungen verbunden, besonders, wenn es um den Content für Social Media geht. Die größte Herausforderung ist, den Fokus nicht zu verlieren und immer zu wissen, wohin die Reise geht.

Auf welches private/berufliche Projekt aus der letzten Zeit sind Sie besonders stolz?

Das wird jetzt vielleicht lustig klingen, dass ich das als „Projekt“ bezeichne, aber ich habe 2019 endlich die deutsche Staatsbürgerschaft erworben und dieser Prozess hat bei mir 3 Jahre gedauert. Jetzt lerne ich italienisch und mache einen Führerschein.

Wie sind die Jobsuche und spätere Bewerbungsphase verlaufen?

Ich muss zugeben – ich bin ein Glückspilz, da meine Arbeit mich immer selbst „gefunden“ hat und nicht umgekehrt. Da ich angeschrieben wurde, kann ich nur jedem raten, sich um das eigene LinkedIn-Profil zu kümmern. Und, was außerdem noch wichtig ist: Seid bei der Gestaltung des CVs möglichst kreativ. Lasst eure zukünftigen Arbeitgeber eure Persönlichkeit spüren. Es muss nicht immer geradlinig und tabellarisch dargestellt werden.

 

Welche Tipps würden Sie anderen AbsolventInnen des Studiengangs B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation gerne mit auf den Weg geben? Was hätten Sie selbst gerne früher gewusst?

Habt keine Angst vor einer Absage und lernt möglichst viel. Wenn ihr euch für den Marketing-Bereich entscheiden solltet, dann braucht ihr alles, was es gibt – jedes Wissen zählt. Ich wünschte, ich hätte mehr Informatik-Unterricht gehabt oder auch mehr Fragen gestellt. Ich beschäftige mich ständig mit Webdesign und wenn man beispielsweise mit anderen Agenturen arbeitet, dann muss man eine gute Vorstellung von Webentwicklung haben, damit man die Arbeit von anderen besser steuern kann.

Was hat sich für Sie seit unserem letzten Gespräch im Jahr 2016 verändert? Was sind Ihre Pläne für Ihre berufliche Zukunft?

Ich bin viel erfahrener geworden: Ich habe viele neue Tools und Programme gelernt, habe mich mit Projektmanagement angefreundet. Mein Ziel ist es, neue Horizonte zu erobern. Ich möchte die Welt besser machen – egal, wie banal das klingt. Jemand wird sagen: „Wie kannst du denn mit Marketing die Welt besser machen?“ Und ich sage dann: „Wenn ich mit meinen Maßnahmen unseren Patienten Ophthalmologie näherbringen und ihnen die Ängste vor einem brillenfreien Leben nehmen kann, dann ist die Welt schon besser geworden. Da ich anderen Menschen helfe – und das sogar, wenn es auf indirektem Wege passiert.“

Vielen Dank für das Interview, Frau Pavelko. Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg für Ihre Zukunft.