Medientalk mit Ingo Zamperoni

Auf dieses Ereignis haben sich viele an der HMKW Berlin schon lange gefreut:  Am Dienstag war „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni zu Gast und stellte sich gut gelaunt den Fragen der Journalismus-Studierenden.

Ingo Zamperoni im Gespräch mit Nikolina Krstinic, Bild: Martha Harms

Ingo Zamperoni im Gespräch mit Nikolina Krstinic, Bild: Martha Harms

Das Format „Auf den Punkt“ hat mittlerweile Tradition am Berliner Campus. So war bereits Ingo Zamperonis Vorgänger „Mr. Tagesthemen“ Ulrich Wickert 2016 Gesprächspartner auf der Bühne in der Medienlounge.

Das Interview wurde von Nikolina Krstinic und Richard Elsner geführt, die beide im 4. Semester B.A. Journalismus und Unternehmenskommunikation studieren. Das Gespräch begann mit einem kleinen Rückblick auf Ingo Zamperonis Karriere und die Entwicklung seines Wunsches, Journalist zu werden. Im anschließenden Frage-Antwort-Spiel verriet er u. a., dass er sich auch hätte vorstellen können, Arzt zu werden. Die Tatsache, dass er mit für diese Rolle jungen 42 Jahren zum Moderator der ARD „Tagesthemen“ ernannt wurde, werteten Zamperoni und das Moderationsduo auch als Zeichen dafür, dass sich in der Fernsehlandschaft etwas bewegt.

Die Interviewer/innen auf der Bühne und auch das Publikum waren besonders neugierig auf sein vor wenigen Tagen erschienenes Buch „Anderland: Die USA unter Trump – ein Schadensbericht“ und befragten den ehemaligen Amerika-Korrespondenten zu seinen persönlichen Eindrücken vor Ort und seiner politischen Einschätzung.

Dass Journalist/innen angesichts des Phänomens der „Fake News“ und dem schwindenden Vertrauen in die Medien in schwierigen Zeiten arbeiten, hat sich in der allgemeinen Wahrnehmung durchgesetzt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, riet Zamperoni den Studierenden zu einer gewissen Grundskepsis. Auch Empathie und Hartnäckigkeit gehören seiner Ansicht nach zu den wichtigsten Eigenschaften, die dieser Beruf erfordert.